Stadt

Aus Klimaportal RWTH Aachen
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Unter dem Begriff Stadt und Region werden Informationen und Dateien gebündelt, die sich im weitesten Sinn auf den räumlichen Maßstab von Städten und die damit verbundene räumliche Schärfeebene beziehen. Verlinkungen dazu befinden sich in dem Reiter "Links".

"Die Senkung des Energieverbrauches und des CO2-Ausstoßes ist eines der zentralen Anliegen des ExWoSt-Modellvorhabens zur energetischen Stadterneuerung. In Deutschland leben die meisten Menschen in Städten. Gerade hier ist dementsprechend der Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß besonders groß. Allein private Haushalte sind in Deutschland mit ca. 27% am Endenergieverbrauch beteiligt. Alle Bereiche der Stadtentwicklung sind von energetischen Belangen betroffen. Die Verbesserung des Wärmeschutzes, die Steigerung der Effizienz von Anlagen zur Energieversorgung sowie der Ausbau regenerativer Energieerzeugung sind eng mit der Entwicklung von Wohnungswirtschaft, sozialer Infrastruktur, Gewerbe und Verkehr vernetzt. Dieser Vielschichtigkeit der energetischen Stadterneuerung wird zukünftig durch die Erarbeitung von Energiekonzepten als Bestandteil integrierter Stadtentwicklungskonzepte Rechnung getragen. Davon werden die Belange der Stadtstruktur, des Stadtbildes und des Denkmalschutzes besonders berührt. Auch die Diskussion um Energiepreise als Standortfaktor und die Bezahlbarkeit von energetisch saniertem Wohnraum wird zukünftig an Bedeutung gewinnen. Integrierte Strategien für eine energetische Stadterneuerung müssen zur Attraktivität der Städte als Wohn- und Wirtschaftsstandort beitragen. Die Stadtentwicklung steht vor einer komplexen Aufgabe. Es gilt, die Weichen für eine klimaverträgliche und ressourcenschonende Stadtentwicklung richtig zu stellen." [1]


Links

CONCERTO unterstützt lokale Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung konkreter, sowohl nachhaltiger als auch hoch energieeffizienter Strategien und Aktionen:

CO2 neutrale Stadtkonzepte + Ökostädte

Plan für die erste CO2-freie Stadt in China

Dongtan/China In Dongtan auf der Insel Chongming nördlich von Shanghai entsteht derzeit die erste auf dem Reißbrett geplante Öko-Stadt Asiens.

Masterplan Masdar City

Masdar City/Abu Dhabi Eine Stadt, die nicht nur CO2-neutral ist, sondern auch keinen Abfall produziert. Am Persischen Golf plant Norman Foster die Öko-City der Zukunft.

Ansätze zur Lösung des Klimaproblems in Raumplanung und in Städten

Klimawandel und nachhaltiger Stadtumbau

"Handlungshinweise für Stadtpolitik und Klimaanpassung"

Innovation City Ruhr Bottrop ist InnovationCity: Die Stadt Bottrop hat den Wettbewerb des Initiativkreises Ruhr gewonnen und trägt nun offiziell den Titel InnovationCity. Jetzt entwickeln Stadt und Initiativkreis ein Projekt mit einem Zeithorizont von 10 Jahren. Dabei soll ein Zielgebiet in der Stadt, das repräsentativ ist, durch den Einsatz innovativer Techniken und Projekte zum Vorbild für andere Städte entwickelt werden. Schwerpunkte sind die Erhöhung der Energieeffizienz und der Einsatz neuer Energieträger, um den Kohlendioxid-Ausstoß zu mindern.

• Leitbilder für die klimagerechte Stadt der Zukunft („kompakte Stadt“ = beste Lösung)?

• Ein integrierter Ansatz des klimagerechten Stadtumbaus (Vermeidung und Anpassung)?

• Welche Anpassungsstrategien für welche Raumskalen? (building design and urban planning)?

• Welche Rolle kommt einer blau-grünen Infrastruktur zu (Urban Green and Urban Waterways)?

• Welche Rolle spielt die städtische Wärmeinsel? Welche raumzeitlichen Wärme-Differenzierungen sind am Tage und welche in der Nacht für die menschliche Gesundheit relevant? Wie lassen sich Klima-Downscaling und Urban Heat Island verknüpfen?

• Fit für das Extremwetter der Winterstürme (Beispiel Orkan „Kyrill“ 2007)?

• Welche Rolle spielen die Jahreszeiten für Planung und Design?

• Wie kann die Notwendigkeit sommerlicher (passiver) Kühlung und winterlichem Lichtbedarf (und Wärmedämmung) architektonisch gelöst werden? Welche Bedeutung können Albedofragen, passive Kühlung und begrünte Dächer in der klimagerechten Stadt gewinnen?

• Wie wird sich zukünftig der sommerliche Kühlungsbedarf entwickeln und wie kann einer Zunahme durch Gebäudedesign entgegengewirkt werden?

• Welche Aspekte sind für den öffentlichen Raum (städtisches Grün, Stadtparks, Straßenbäume, öffentliche Bauten) und welche für den privaten Bereich (Gärten und Bauten) relevant?

• Welche Rolle kommt „good practice examples“ beim Building Design und bei der Stadtplanung zu? Mit anderen Städten in einem „Adaptations-Netzwerk“ verbinden und lernen?

• Wie gelingt ein langfristiger, klimagerechter Stadtumbau unter finanziellen Restriktionen und den Unsicherheiten von Szenarien der wirtschaftlichen, demographischen und klimatischen Entwicklung (Schellnhuber: „Wir müssen unsere Städte neu erfinden“)?"

Quelle: Klaus Müschen UBA - Klimawandel – Was können wir hier vor Ort tun? Anhörung Bad Oldeslohe 2008

Das bisher umfassendste Konzept auf dem Weg zu einer CO2-freien Großstadt ist die Untersuchung des Wuppertal-Instituts für München, finanziert und veröffentlicht von Siemens Media:CO2-freies-Muenchen.pdf



EnEff:Stadt-Kongress 2012

Vorträge "Kommunale Beiträge zur Energiewende"

Klimawandel, Raum- und Stadtentwicklung

Zusammenfassung

"Der Verbrauch von Boden durch Siedlungsentwicklung ist ein kumulativer, inzwischen über Jahrhunderte anhaltender meist irreversibler Prozess. Die Wahrnehmung dieses derzeit drängensten Umweltproblems in Deutschland ist nur in Bodenschutz-Fachkreisen ausgeprägt nicht aber in der breiten Bevölkerung. Eine Erhebung, Analyse und Visualisierung der schleichenden und damit kaum wahrnehmbaren Entwicklung könnte das Problembewusstsein stärken. Für die Stadtregion Dresden wurde darum auf Basis historischer Kartenwerke und Fernerkundungsdaten anhand von acht Zeitschnitten zwischen 1790 und 1998 die Flächenentwicklung aufgezeichnet und analysiert. Anschließend wird auf Basis eines indikatoren-gestützten Analysekonzeptes die Flächennutzungsent-wicklung im Zusammenhang mit der Bevölkerungs-entwicklung und dem Bodenverbrauch beschrieben und bewertet."

(Quelle: Flächennutzungsentwicklung der Stadtregion Dresden seit 1790; Dr. Gotthard Meinel und Kathleen Neumann)

Zusammenarbeit von Städten beim Klimawandel

Akademie für Raumforschung fordert: Anpassung an den Klimawandel braucht räumliche Planung

15.12.2008 - Der Klimawandel stellt die Raumplanung vor neue Herausforderungen. Klimafor-schung, Raumwissenschaft und Planungspraxis müssen eng kooperieren, um die ho-he funktionsräumliche Verflechtung des Standorts Deutschland zu sichern. Das ist das Hauptergebnis einer Expertentagung in Frankfurt/Main.

Auf Einladung der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR), des Potsdam-Instituts für Klimafolgenfor-schung (PIK) und der United Nations University (UNU) diskutierten Klimaforscher und Raumwissenschaftler sowie Vertreter von Bundes- und Landesbehörden, Städten und Ge-meinden Ende November in Frankfurt/Main die künftigen Anforderungen an die Raum- und Umweltplanung.

Räumliche Planung ist ein Schlüsselbereich für die Anpassung an die bereits nachweisbaren und die zu erwartenden Änderungen des Klimas. Befragungen von Stadt- und Regionalpla-nern zeigen jedoch, dass konkrete Erkenntnisse über die Folgen des Klimawandels sowie Handlungsmöglichkeiten zur Anpassung vielfach fehlen. Beide Bereiche werden von den regionalen und örtlichen Gegebenheiten geprägt: Strategien in Küstenregionen zum Beispiel unterscheiden sich von Planungen für Mittelgebirge.

Klimaanpassung erfordert, sämtliche Raumnutzungsformen zu koordinieren: von Wohnge-bieten und Einkaufszentren über Industrie- und Gewerbeflächen und Infrastruktursystemen bis hin zu land- und forstwirtschaftlichen Flächen sowie Gebieten für Freizeit, Erholung und Naturschutz. Ansonsten besteht die Gefahr, dass nicht nur einzelne Flächen, sondern ganze Städte und Regionen Leistungsfähigkeit und Entwicklungsperspektiven einbüßen.

Die Klimaforschung stellt heute differenzierte Projektionen der zu erwartenden Klimaände-rungen bereit. Gewisse unvermeidbare Unsicherheiten bestehen jedoch. „Insofern kommt es darauf an, durch mehrere Szenarien und parallele Untersuchungsmethoden sowohl das mögliche Ausmaß der Klimaänderungen als auch die Bandbreite ihrer Unsicherheit zu be-stimmen“, sagt Jochen Schanze vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung. Er empfiehlt: „In der räumlichen Planung sollten bewusst die quantifizierbaren Unsicherheiten der Klimaprojektionen aufgegriffen und Lösungen entwickelt werden, die auch unter ver-schiedenen zukünftigen Entwicklungen wirksam und nachhaltig sind.“ Manfred Stock vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sieht hier eine Herausforderung für die Raumpla-ner, ihr Wissen um die möglichen regionalen Verwundbarkeiten einzubringen.

Die Veranstaltungsteilnehmer waren sich einig, dass Leitlinien zum Umgang mit unterschied-lichen Klimaprojektionen formuliert werden sollten, um Planungsentscheidungen zu erleich-tern. Dies sei vor allem Aufgabe von Bund und Ländern. Städte und Gemeinden könnten sich daran orientieren. Weiterhin sollten aufgrund der Komplexität der Klimaanpassung alle relevanten gesellschaftlichen Akteure einbezogen werden, um gemeinsam lokale und regio-nale Lösungen zu finden. Die räumliche Planung verfügt hierbei über ein erhebliches Poten-zial für ein strategisches Vorgehen sowie den Interessensausgleich.

Um den Dialog fortzuführen, wurde eine Plattform zur Vernetzung der Experten und zur In-formation von Planern und Öffentlichkeit etabliert. In den kommenden Monaten soll unter der Webadresse www.arl-net.de ein umfangreiches Portal entstehen. Auch werden weitere Ver-anstaltungen stattfinden. Die Initiative geht vom Arbeitskreis „Klimawandel und Raumpla-nung“ der ARL sowie von Wissenschaftlern der genannten Institute aus, die gemeinsam das Forschungsvorhaben KLIMAPAKT durchführen, das im Rahmen des "Paktes für Forschung und Innovation" der Leibniz-Gemeinschaft mit Mitteln von Bund und Ländern gefördert wird.

Der ARL-Arbeitskreis „Klimawandel und Raumplanung“ befasst sich mit den Konsequenzen und Herausforderungen, die sich durch den Klimawandel für die Entwicklung von Städten und Regionen ergeben. Behandelt werden der Einfluss von Raumnutzungen und -strukturen auf die Emissionen klimarelevanter Gase und die Möglichkeiten der räumlichen Planung, zur Vermeidung von Emissionen beizutragen. Darüber hinaus suchen und bewerten die Exper-ten im Arbeitskreis Anpassungsstrategien und -maßnahmen, die Raumstrukturen robust ge-genüber den Einwirkungen des Klimawandels machen.

Ziel des Forschungsvorhabens KLIMAPAKT ist es, auf der Basis von Abschätzungen der Folgen des Klimawandels beispielhafte Anpassungsstrategien und -instrumente zu erarbei-ten. Das Konzept der Verwundbarkeit sei für die Entwicklung von Vorsorgekonzepten in ländlichen und städtischen Räumen von zentraler Bedeutung, so Jörn Birkmann, Leiter des ARL-Arbeitskreises und Beteiligter an KLIMAPAKT. Handlungs- und Anpassungsbedarf be-stehe besonders in denjenigen Regionen und Städten, die besonders anfällig gegenüber den Einwirkungen des Klimawandels sind.

Pressemitteilung der Akademie für Raumforschung und Landesplanung vom 15.12.2008 Ansprechpartner: Dr. Gerhard Overbeck, ARL, E-Mail: Overbeck@ARL-net.de Weiterführende Links: ARL-Homepage: http://www.arl-net.org/

Klimawandel führt zu Rückzug aus der Fläche

Modifikation der Planetaren Grenzschicht (PBL) durch einen Stadtkörper nach Oke (1997)
Hitzeinseln in Frankfurt Quelle: Kratschner,Resilient Cities, 2010

Der Klimawandel und die steigenden Energiepreise für Transport und Versorgung werden langfristig zu einem Rückzug aus der Fläche führen. Die Versorgung peripherer und nur dünn besiedelter Siedlungsbereiche wird auf Dauer schwierig werden. Der Zwang zur Verminderung der Infrastrukturkosten der Städte bei sinkenden Einnahmen und auf Dauer sinkenden Einwohnerzahlen wird dazu führen, dass die vorhandene regionale Siedlungsstruktur neu durchdacht werden muss. Schon mittelfristig wird dies zu einer Aufwertung der gut strukturierten und gut an den öffentlichen Verkehr angebundenen Kernbereiche führen. Durch eine vorausschauende Regionalplanung sollte vermieden werden, dass, wie in den neuen Bundesländern, öffentliche Mittel für die Ertüchtigung von Bauten und Infrastrukturen verwandt werden, deren Nutzung auf Dauer nicht sicher gestellt ist.


Klimawandel + Stadtplanung

Checkliste A/V Verhältnis von Bauten aus: Klimschutz und Stadtplanung Augsburg
Sustainable City - Linear and Circular Metabolism

Berichte und Analysen vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Berichte und Analysen vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Berichte und Analysen vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Handbuch Stadtklima

Ratgeber für Ballungsräume: Das Handbuch Stadtklima

Städten dabei zu helfen, die prognostizierten Folgen des Klimawandels zu bewältigen – das ist das Ziel des Handbuchs Stadtklima. Auf rund 280 Seiten werden dort umfassende Informationen gegeben zur Situation im Ruhrgebiet, den Grundlagen der Stadtklimatologie und Wasserwirtschaft und dem regionalen Klimawandel. Darüber hinaus bietet das Handbuch Stadtklima Hilfestellungen beim Erkennen und Identifizieren von Problemgebieten und zeigt konkrete Lösungsmöglichkeiten auf. In einer kompakten Kurzfassung finden sich die wichtigsten Hinweise für Stadtplaner/innen und -verwaltungen auf zirka 70 Seiten.

The United Nations Human Settlements Programme

Stadtklima-Städtische Hitzeinseln-Strategien zur Minderung der Temperaturen der Hitzeinsel-Kühlung von Städten

Schema einer Hitzeinsel Quelle: Nasa/GHCC-Project Atlanta
The Urban Surface Energey Budget. Source: Basic Compendium P.11-12

Das Problem

"Der Klimawandel stellt die Gesellschaften und die Städte vor enorme Herausforderungen. Man kann diese noch eine Zeit lang ignorieren und streitbar in Frage stellen. Aber entscheidend ist hier der Faktor Zeit. Es dauert, bis sich der Wandel in seinen Auswirkungen voll zeigen wird. Aber es dauert auch, die möglichen und notwendigen Maßnahmen und Technologien zu entwickeln und zu implementieren. Vor allem braucht es Zeit, adäquates Wissen und Verhalten zu erzeugen. Deshalb können Städte und die Gesellschaft mit der intensiven Suche nach Lösungen nicht länger warten.

In der Herausforderung des Klimawandels stecken nicht nur Bedrohungen, sondern auch Chancen. Wenn es gelänge, den die Atmosphäre schädigenden Energiekonsum durch unschädliche und nicht begrenzte Erzeugungsformen, also im Kern durch solare Energieerzeugung, zu ersetzen, hätte die Menschheit eine Technologie zur Verfügung, mit der sie auch unwirtliche Räume besiedeln und Hitze- und Kälteperioden überstehen kann. Gleiches gilt für den anstehenden Umbau der Städte. Wir müssen jetzt anfangen, angemessene Lösungen zu entwickeln und zu erproben, so lange die Mittel und die Zeit dafür noch zur Verfügung stehen.

Nach dem Messina-Erdbeben 1908 (mit etwa 83.000 Toten) war der Hitzesommer 2003 mit ~ 70.000 Toten – überwiegend in den Städten – die zweitschwerste Naturkatastrophe der letzten 100 Jahre in Europa. Was bedeutet die Erderwärmung für die Städte? Helle und grüne Dächer? Lüftungsschneisen? Abriss von Quartieren zugunsten kühlender Grünflächen? Sind es die offenen Bauweisen der Vorstädte oder sind es die kompakten Strukturen der historischen Bauphasen vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert, die dem Klimawandel am besten standhalten können? Das ist zu klären und zu unteruchen.

Würden die von der Erwärmung am stärksten betroffenen alten Menschen aus den städtischen Kernbereichen herausziehen, käme es zu großräumigen Leerständen. Dann wäre auch unser kulturelles Erbe in den Städten gefährdet. Grund genug, diesen Fragen intensiv und koordiniert nachzugehen.

Dazu sind eine Reihe von Handlungsfeldern in der Diskussion: ▪ Auflockerung der dichten Bebauungen ▪ Grüne Blockinnenbereiche mit Schatten spendenden Bäumen ▪ Vermehrte Wasser- und Grünflächen zur Kühlung und Luftkorridore (perforierte Stadt) ▪ Verschattung von Strassen und Dächern (Bäume, Solarsegel) ▪ Ableitung der Wärme in den Strassen in Langzeitspeicher (Latentspeicher, Massenspeicher) ▪ Direkte Umwandlung der Straßenwärme in elektrische Energie ▪ „Grüne“ Dächer und grüne Wände ▪ Reflektierende Materialien zur Verminderung der Aufheizung - Albedo - (Strassen, Wände, Dächer) ▪ Mechanische lokale Windsysteme ▪ Wasserkühlung von Dächern und Straßen ▪ Flexiblere Nutzung der Räume eines Gebäudes über das Jahr (Nordlagen im Sommer, Südlagen im Winter) ▪ Bessere Isolierung der Gebäude, Luftaustausch zwischen warmen und kühlen Räumen ▪ Kühlung und Erwärmung durch Erdsonden ▪ Solare Stromgewinnung zum klimaneutralen Betrieb von Heizungs- und Kühlaggregaten." (Quelle: G.Curdes. Urban morphology and climate change. Wich morphology can survive? Paper at the 17. International Seminar on Urban Form - ISUF - Hamburg, August 2010)

Nordamerika ist in der Frage der Beiinflussung der städtischen Hitzeinseln sehr weit. Es gibt eine ganze Reihe detaillierter Untersuchungen über die Wirkungen von Oberflächen und Materialen auf die Hitzeentstehung und ebenso zur Wirkung von Maßnahmen. Wir werden an dieser Stelle neuere Studien und Besipiele vortellen.

Amerikanische Studien zu Hitzeinseln

U.S. Environmental Protection Agency’s Office of Atmospheric Programs Die amerikanische Organisation "Climate Protection Partnership Division in the U.S. Environmental Protection Agency’s Office of Atmospheric Programs" hat Leitfäden entwickelt, mit welchen Massnahmen die Aufheizung der Städte vermindert werden kann. Wir stellen diese wegen ihres pragmatischen Ansatzes komplett zur Information zur Verfügung. Der folgende Text aus der Einleitung beschreibt die Zielsetzung.

Reducing Urban Heat Islands: Compendium of Strategies describes the causes and impacts of summertime urban heat islands and promotes strategies for lowering temperatures in U.S. communities. This compendium was developed by the Climate Protection Partnership Division in the U.S. Environmental Protection Agency’s Office of Atmospheric Programs. Eva Wong managed its overall development. Kathleen Hogan, Julie Rosenberg, and Andrea Denny provided editorial support. Numerous EPA staff in offices throughout the Agency contributed content and provided reviews. Subject area experts from other organizations around the United States and Canada also committed their time to provide technical feedback.

Urban Geometry: An additional factor that influences urban heat island development, particularly at night, is urban geometry, which refers to the dimensions and spacing of buildings within a city. Urban geometry influences wind flow, energy absorption, and a given surface’s ability to emit long-wave radiation back to space. In developed areas, surfaces and structures are often at least partially obstructed by objects, such as neighboring buildings, and become large thermal masses that cannot release their heat very readily because of these obstructions. Especially at night, the air above urban centers is typically warmer than air over rural areas. Nighttime atmospheric heat islands can have serious health implications for urban residents during heat waves. (Auszug S. 10 Basic Compendium)

Mittel zur Beeinflussung der urbanen Hitzeinsel

The temperature of urban areas can be markedly higher than that of the surrounding countryside. This fact is known as the "Urban Heat Island" effect. The interactions that account for this effect are many and they work together in a complex manner. Yet once we are able to recognize what these forces are and how they operate, it becomes possible to modify them in a way that reduces the temperature of the urban environment. These forces include:

  • albedo—changes the short-wave portion of the radiation balance by the presence of higher energy absorbing surfaces, structures with high thermal capacity and buildings of complex three dimensional geometry,
  • anthropogenic heat –production of heat by industry, transportation and building temperature control,
  • urban surface roughness—reduces sensible heat loss due to the obstruction of airflow by buildings and other large structures,
  • latent heat reduction—reduces heat loss through lowered evaporation and evapotranspiration due to water impermeable surfaces, increased rapid runoff of precipitation, lower urban wind speeds, and loss of trees and other green areas.
  • atmospheric pollution--changes the long-wave portion of the radiation balance by trapping heat in the atmosphere,

Ways in which citizens can modify these forces to produce lower temperatures, obtain better quality of life, and foster enhanced public health are

  • replacing high radiation absorbing surfaces such as dark roofs and asphalt streets and parking lots with more highly reflecting materials,
  • utilizing higher efficiency air conditioning units, industrial processes, and transportation systems that produce less anthropogenic heat,
  • designing city areas that include more green space, better spaced buildings, lower population density and lower transportation demands by residents,
  • increasing the extent of water evaporation and evapotransporation by planting more trees and shrubs and reducing the extent of non-permeable surfaces,
  • acting creatively in designing, planning, and developing extra-urban areas that directly affect the urban climate and
  • changing your lifestyle in a fundamental way to use less energy, drive fewer miles, become more supportive of a natural environment and educate yourself so that you can intelligently promote constructive environmental change.

The driving factors in the production of the urban heat island effect are many and are contributed to collectively by all city residents. The reduction of the urban heat island effect also must be a collective effort. Everyone in the city is a necessary participant in the process of reducing the urban heat island in Houston. All of us can help by educating ourselves on the subject, finding out what steps need to be taken by individuals and by groups, and convincing the city leaders, both political and economic, that they must truly be leaders for the creation of a cooler and more healthy Houston.

Source: IT’S NOT COOL TO BE HOT IN HOUSTON. Ronald L. Sass. Department of Ecology & Evolutionary Biology Rice University. Houston, TX 77005 http://www.ruf.rice.edu/~sass/UHI.html

Eine sehr eingehende Studie zur Wirkung einer Reduktion der Baudichte in Osaka

Strategien und Möglichkeiten zur Beeinflussung der Hitzeinseln

▪ Auflockerung der dichten Bebauungen

▪ Grüne Blockinnenbereiche mit Schatten spendenden Bäumen

▪ Vermehrte Wasser- und Grünflächen zur Kühlung, Luftkorridore (perforierte Stadt)

▪ Verschattung von Strassen und Dächern (Bäume, Solarsegel)

▪ Ableitung der Wärme in den Strassen in Langzeitspeicher (Latentspeicher, Massenspeicher)

▪ Direkte Umwandlung der Straßenwärme in elektrische Energie

▪ „Grüne“ Dächer und grüne Wände

▪ reflektierende Materialien zur Verminderung der Aufheizung (Strassen, Wände, Dächer)

▪ mechanische lokale Windsysteme

▪ Wasserkühlung von Dächern und Straßen

▪ Flexiblere Nutzung der Räume eines Gebäudes über das Jahr (Nordlagen im Sommer, Südlagen im Winter)

▪ Bessere Isolierung der Gebäude, Luftaustausch zwischen warmen und kühlen Räumen

▪ Kühlung und Erwärmung durch Erdsonden

▪ Solare Stromgewinnung zum klimaneutralen Betrieb von Heizungs- und Kühlaggregaten (Quelle: Curdes, 2010: Stadtmorphologie und Klimawandel. Welche Stadtstrukturen können den Klimawandel überleben? Beitrag zum 17. International Seminar on Urban Form, Hamburg, August 2010)

Potenzial der Hitzeinseln

Klimaschutzkonzepte für Städte

Stuttgart Tableau der Massnahmen

Posterausstellung „100%-EE-Meile“

Klimaschutzkonzepte

Energiekonzept Region Trier


Berichte zu Klimaschutzkonzepten in Städten

Klima- und Verkehrskosten unterschiedlicher Siedlungsstrukturen

Langfristig betrachtet ist der Hauskauf in der Nähe zum Arbeitsplatz (Stadtnähe) kostengünstiger als der zunächst billigere Hauskauf im Umland. Der Klimawandel erfordert, dass bei der Regional- und Stadtplanung das Wohnen in den Kernbereichen und um die verkehrlich gut bedienten Hauptachsen des öffentlichen Verkehrs bevorzugt ermöglicht wird. Dies führt zu geringeren Gesamt- und Einzelkosten und zu einem Gewinn an Urbanität und Versorgungssicherheit - auch im Alter. -

Stadtleben lohnt sich. Quelle: Von der Aussen- zur Innenentwicklung. UBA 2009

Werkzeuge zur Analyse der Bau- und Siedlungsstruktur