Klimaportal RWTH Aachen

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KLIMAPORTAL DES UMWELTFORUMS DER RWTH AACHEN - ARBEITSKREIS ENERGIE - SPRECHER UNIV. PROF. GERHARD CURDES

gefördert mit Mitteln des Umweltforums der RWTH Aachen


Zu diesem Portal

Raus aus den Begrenzungen der Rahmenbedingungen! Escaping criticism. Pere Borrell del Caso (1874) Wikipedia
Anstieg des CO2 Anteils seit 1750 Leggewie-Welzer 2009

So wie der Junge in Pere Borrell del Caso´s Bild "Escapando de la crítica" aus dem gewohnten Rahmen heraustritt und die Beschränkungen überwindet, wird unsere Gesellschaft aus sich heraustreten müssen, wenn sie dem Klimawandel erfolgreich entgegen treten will.


Aachen2050 ist das Projektportal des Arbeiskreises Energie des Umweltforums der RWTH Aachen. Es wurde eingerichtet, um die wissenschaftliche Einrichtungen, Institute, Lehreinheiten, Studierende, Organisationen, regionale Politik und Öffentlichkeit um das Ziel zu versammeln, Stadt und Städteregion Aachen bis 2050 zu einer CO2 freien (oder CO2 neutralen) Region zu entwickeln. An dem Portal können sich alle aktiv beteiligen, die konstruktiv an diesem Ziel zusammenarbeiten wollen.

Das Portal wurde am Lehrstuhl für Städtebau und Landesplanung der RWTH Aachen eingerichtet und wird von Gerhard Curdes betreut.

Fragen und Hinweise bitte an: Aachen2050@isl.rwth-aachen.de

Die Inhalte erschliessen sich über die Inhaltsangaben in der oberen linken Spalte. Unter dem Begriff "Themen" sind alle inhaltlichen Aspekte vom Klima bis zu den Bereichen Städtebau enthalten. Wir bitten die Teilnehmer, das Portal um aktuelle Inhalte ihres Fachgebietes zu ergänzen.

Für die Mitarbeit am Portal stehen Hinweise zum Arbeiten mit Wikipedia unter dem Begriff "Hilfe" im nächsten Feld zur Verfügung. Um Daten einzustellen, ist eine Anmeldung erforderlich, die unter "Spezialseiten" links oder durch Betätigen dieses Links zu finden ist: hier

Das Portal dient nicht nur der Organisation des Prozesses in der Städteregion Aachen. Es versteht sich auch als Mittel der Information der Öffentlichkeit zum Klimawandel und den dagegen erforderlichen Maßnahmen. Daher werden sowohl aktuelle, populäre als auch fachliche Inhalte aufgenommen. Wir werden daher in unregelmäßigen Abständen auf der Seite "Aktuelles" des Portals Kurzinformationen zu Aspekten des Klimawandels veröffentlichen.

Das Programm für den Aachener Raum findet sich links unter dem Stichwort "Programm". Unter dem Stichwort "Links" finden sich die Adressen thematisch interessanter Webportale, auch solcher aus dem Aachener Raum.

Zielsetzung

Der Klimwandel schreitet schneller voran als bisher angenommen wurde. Es ist daher höchste Zeit, das auf jeder Ebene, in jeder Organisation, bei allen Haushalten und Unternehmen sowie bei den Städten entschiedene Veränderungen erfolgen. Viele Städte haben schon länger Maßnahmen gegen den Klimawandel ergriffen. Sie haben sich in Klimabündnissen versammelt oder wetteifern um vordere Plätze auf Listen klimafreundlicher Städte.Z.B. im Klima-Bündnis der europäischen Städte mit 1500 Städten als Mitgliedern.

Trotz zahlreicher Vorgaben, Hilfen und Förderprogramme des Bundes und der Länder blieben die Verbesserungen bisher überschaubar. Den Städten fehlt vielfach das Personal und Geld, in großem Stil dieses Thema zu verfolgen. Sie überwinden die Schwelle zur breiten öffentlichen Bewegung nicht. Klimapolitik ist „Fachpolitik“ im Rahmen der Umweltämter und tangiert bisher auch kaum den „normalen“ Gang von Planung und Entscheidung. Nur wenige Städte (im Rahmen der KLIMZUG-Programme des Bundes) haben Klimabeauftragte benannt und prüfen alle Entscheidungen vorher auf ihre Klimawirksamkeit. Es gibt daher ein massives Umsetzungsproblem.

Wie kann in diesem Prozess mehr Beschleunigung erreicht werden? Eine Ursache sind auch zu wenige ehrgeizige Zielvorgaben. Wenn niedrig gesetzte Ziele ohne besondere personelle und sachliche Anstrengungen erreichbar erscheinen, dann führen sie auch ein Randdasein in Konkurrenz zu den Belohnungssystemen, die konkrete und kurzfristige Maßnahmen den Kommunalpolitikern versprechen. Der Vorrang des Befristeten (Luhmann) setzt sich so gegen die Langfristinteressen der Gesellschaft auf fatale Weise immer wieder durch.

Was bedeutet in diesem Zusammenhang also das Ziel, die Region solle bis 2050 weitgehend CO2 neutral sein? Dieses Ziel ist als eine eindeutige und messbare Zielvorgabe zu verstehen. Sie soll die verschiedenen Handlungen in einen Zielbezug setzen und deren Beitrag zu diesem Ziel bewertbar machen. Es kann heute nicht gesagt werden, ob dieses Ziel in dieser Zeit erreichbar sein wird. Ehrgeizige Ziele haben jedoch eine Einigungs- und Beschleunigungsfunktion. Sie sind Prozessmotoren. Warum dann nicht ein weniger weitreichendes Ziel? Weil das gesetzte Ziel auch klimapolitisch notwendig ist. Der hohe CO2 Sockel, den die alten Industriestaaten in ihrer bisherigen Entwicklung seit etwa 180 Jahren zu verantworten haben und die knappe Zeit bis zu befürchteten Kipp-Punkten des Klimas erlaubt es nicht, die Schwellenländer im gleichen Umfang zur CO2 Vermeindung zu verpflichten wie die alten Industrieländern. Wenn diese nicht entschieden vorangehen, wird es keine Lösung geben. Das hat das Ergebnis in Kopenhagen vom 18. Dezember 2009 erneut belegt. Was muß daher getan werden, um Kipppunkte des Klimawandels (siehe Karte) zu vermeiden?

Das Bundesumweltamt fordert: „Wegen der starken Klimaänderungen, die Kipp-Punkte auslösen können und vor dem Hintergrund der diskutierten Unsicherheiten, ist politisches Handeln zwingend erforderlich. Zum einen müssen konsequente und anspruchsvolle Maßnahmen zur Minderung der Emissionen von Treibhausgasen durchgeführt werden, zum anderen sind Maßnahmen zur Anpassung an die unvermeidliche Klimaänderung notwendig“.

Es gibt aber noch zwei weitere Gründe:

• Nur ein entschiedenes Reagieren auf diese Herausforderung setzt zusätzliche Kräfte und Mittel frei, die sonst im Reibungsverlust des polit-administrativen Systems und in der Gewohnheitsträgheit der Gesellschaft gebunden bleiben.

• Dadurch entstehen beschleunigt Innovationen, die – wie die Windkraft – Deutschland und den alten Industriestaaten zukunftsfähigen Verfahren und Produkten zur Marktreife verhelfen. Schon aus industriepolitischen Aspekten heraus ist daher Beschleunigung ein wichtiger Hebel.

Das Umweltforum der RWTH Aachen hat aus den oben dargestellten Gründen seine Arbeitsgruppe Energie reaktiviert. In dieser Arbeitsgruppe sind zahlreiche Institute und Fakultäten mit ihrem Spezialwissen vertreten. Die Arbeitsgruppe betreibt - zusammen mit dem Lehrstuhl für Städtebau und Landesplanung - dieses Portal.

Wir haben nun begonnen, die wichtigsten Akteure des Aachener Raumes zur Zusammenarbeit für das Ziel einer CO2-freien Städteregion einzuladen. Dies sind insbesondere Stadt und Städteregion Aachen, RWTH, FH, STAWAG, ASEAG, Architekten- und Ingenieurverbände. Näheres über die Partner finden Sie unter dem Themenfeld "Partner". Das Projekt CO2 freie Städteregion 2050 ist anschlussfähig für alle dem gleichen Ziel verpflichteten Initiativen und Institutionen. Wir laden Sie daher zum Mitmachen ein.

Zur Projektinformation

Dieses Portal dient der gemeinsamen Information, der Abstimmung, der Einbeziehung von Studierenden und der Information der Öffentlichkeit.

Der Arbeitskreis Energie des Umweltforums hat sich auch vorgenommen, fakultätsübergreifende Veranstaltungen zum Klimawandel durchzuführen. Auch für dieses Vorhaben dient das Portal als Hintergund und als Information zu den Veranstaltungen.

Falls Sie als Nutzer dieses Portals Anregungen und Hinweise zur Verbesserung haben, bitte senden Sie diese an die oben angebene Adresse.