Energie

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Inhaltsverzeichnis

Energieverfügbarkeit - Energieverbrauch

Energieflussbild Deutschland 2009

Umbau der Energieversorgung in Deutschland. Wichtige nächste Schritte

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Dezember 2011

Aus der Einleitung: Umbau der Energieversorgung: Ziele,Rahmenbedingungen, Investitionen Unsere energie- und klimapolitischen Ziele sind äußerst ambitioniert: Erstens soll der Ausstoß der Treibhausgasemissionen bis 2050 um mindestens 80 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Zweitens wollen wir die erneuerbaren Energien weiter ausbauen, so dass sie künftig den Hauptanteil unserer Energieversorgung bereitstellen. Und drittens wollen wir unseren Energieverbrauch deutlich reduzieren und die Energieeffizienz erhöhen. Wir stehen mit diesen Zielen vor einem fundamentalen Umbau unserer Energieversorgung. Mit einem umfangreichen Gesetzespaket haben wir im Sommer die Grundlagen dafür gelegt. Das so genannte Energiepaket umfasst sieben Gesetze und eine Verordnung (u. a. NABEG, EnWG-Novelle, EEG-Novelle, Änderung Energie- und Klimafondsgesetz).

Dieser Umbauprozess ist jedoch kein Selbstläufer – im Gegenteil: Wir stehen am Beginn eines langen Prozesses. Das lässt sich am Beispiel der Stromerzeugung verdeutlichen. In 40 Jahren soll die Stromerzeugung von heute mehr als 80 Prozent fossil und Kernenergie (siehe Abbildung 1) auf 80 Prozent erneuerbare Energien steigen.

Die gesamte Energiebranche steht dabei vor milliardenschweren Investitionsentscheidungen. Aufgabe der Politik ist es, die Rahmenbedingungen für diese Investitionen weiter zu verbessern und Hemmnisse zu beseitigen. Entscheidend für den Erfolg der Energiewende ist zudem die Akzeptanz bei allen Beteiligten. Wer den Verzicht auf Kernenergie befürwortet, kann beispielsweise nicht die Notwendigkeit neuer Stromnetze und Kraftwerke bestreiten. Bei all dem gilt: Wachstum und Wohlstand in Deutschland brauchen eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung. Deutschland muss auch zukünftig ein wettbewerbsfähiger Industriestandort bleiben.

Energiewende in Deutschland: Wie das Land nach dem Atomausstieg mit Strom versorgt werden kann und der Umstieg auf erneuerbare Energien bezahlbar bleibt.

Zur Einleitung siehe Bereich "Aktuelles"

Sonderbericht Süddeutsche Zeitung vom 17.03.2011

Wir haben diesen informativen Bericht zur aktuellen Energiesituation nach der Katastrophe in Japan hier aufgenommen, weil er die wichtigsten Aspekte zusammenhängend behandelt. Der Bericht enthält folgende Teile: Verzicht ohne Verlust, Hektische Wende, Die große Rechnung, Solarenergie, Biomasse, Wind- und Wasserkraft,Erdöl und Erdgas, Kohle

Der gesamte Text ist in der folgenden Datei.

Eine Zwischenbilanz und Ausblick zur Energiewende in Deutschland

Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Instituts für Infrastruktur und Ressourcenmanagement (IIRM) der Universität Leipzig im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung

Studie zu Strompreiseffekten durch beschleunigten Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie

Energie - Welt

Energie [R]evolution weltweit! Der nachhaltige World Energy Outlook 2010 für eine klimagerechte Energieversorgung

Erneuerbare Energien könnten bis 2050 einer Studie zufolge 80 Prozent des weltweiten Energiebedarfs decken. Dabei könnten die Einsparungen für den Import fossiler Energieträger wie Öl, Kohle und Gas den Umbau komplett finanzieren, erklärten Greenpeace und der Europäische Dachverband der Industrie für Erneuerbare Energien (EREC) am Montag. Die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstellte Studie liefert demnach ein Konzept, wie die Versorgung dem steigenden weltweiten Energieverbrauch angepasst werden kann, ohne den Klimaschutz zu gefährden. Der DLR-Studie zufolge könnten bis 2050 95 Prozent der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien stammen. Durch den Umbau würden demnach die Brennstoffkosten für Öl, Kohle und Gas allein bis 2030 um fast fünf Billionen Euro sinken. Daraus könnten laut Studie die Mehrkosten für den Umbau der Energieversorgung finanziert werden. Auf diese Weise könnte der Umsatz der Branche demnach von derzeit 80 Milliarden Euro auf über 480 Milliarden Euro steigen und die Zahl der Arbeitsplätze von derzeit zwei auf 8,5 Millionen steigen – eine Million davon in Deutschland.(afp) AZ 8.6.2010

Zentrale Ergebnisse

  • Reduzierung der weltweiten CO2-Emissionen um über 80 Prozent
  • Erneuerbare Energien decken in 2050 rund 95 Prozent der weltweiten Stromversorgung und 80 Prozent des Gesamtenergiebedarfs
  • 12 Millionen Jobs bis 2030 im Energiesektor, d.h. 3,2 Millionen mehr als im Referenzszenario
  • Verringerung des Ölbedarfs um 70 Prozent und des Kohlebedarfs um 95 Prozent bis 2050
  • geringere Energiekosten in 2050 im Vergleich zum Referenzszenario

Renewables 2010 Global Status Report

Adapted and existing Wind Power - Top 10 Countries REN 21

"In 2009, governments stepped up efforts to steer their countries out of recession by transforming industries and creating jobs. This gave a boost to the renewable energy sector. By early 2010, more than 100 countries had some type of policy target and/or promotion policy related to renewable energy; this compares with 55 countries in early 2005. Wind power and solar PV additions reached a record high during 2009, and in both Europe and the United States, renewables accounted for over half of newly installed power capacity in 2009. More than $150 billion was invested in new renewable energy capacity and manufacturing plants—up from just $30 billion in 2004. For the second year in a row, more money was invested in new renewable energy capacity than in new fossil fuel capacity."(REN21. 2010. Renewables 2010 Global Status Report)

Bevölkerungsentwicklung und Verlauf des CO2-Ausstosses, ETH S.12

Weitere Berichte

Energiepapiere der Europäischen Union

"The State of Renewable Energies in Europe"

Erneuerbare Energien trotzen Wirtschaftskrise

Im Jahr 2009 deckten erneuerbare Energien 11,6% des Bruttoendenergieverbrauchs in der Europäischen Union. Der Anteil bei der elektrischen Energieversorgung lag bei 18,2%. Und auch die volkswirtschaftliche Bedeutung wächst: Über 900.000 Beschäftigte in den einzelnen Branchen generieren einen Umsatz von 120 Milliarden Euro. Dies sind Ergebnisse des zehnten Berichts des EurObserv’ER-Konsortiums „The State of Renewable Energies in Europe“. Der alljährlich publizierte Report stellt nicht nur die Entwicklung der verschiedenen Technologien - aufgeschlüsselt nach EU-Ländern - vor, sondern erläutert auch ihre sozio-ökonomische Bedeutung. Die in englischer und französischer Sprache verfasste Dokumentation steht jetzt zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Im Jahr 2009 entstanden europaweit rund 100.000 Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren Energien. Die größten Zuwächse erzielten die Branchen Windenergie, Photovoltaik und die Nutzung fester Biomasse. Sie gehören somit zu den Wirtschaftszweigen, deren Wachstum durch die Wirtschaftskrise allenfalls gebremst wurde. Wie einzelne Regionen von dem Ausbau profitieren zeigt der Bericht in regionalen Fallstudien aus Portugal, Bulgarien, Nordirland, Belgien und der Tschechischen Republik.

Quelle: BINE Informationsdienst








Energiepapier der Schweiz

Kosten-/Nutzen-Analyse der Einführung marktorientierter Instrumente zur Realisierung von Endenergieeinsparungen in Deutschland

Die bisherige Diskussion auf nationaler und auf EU-Ebene hat gezeigt, dass noch eine Vielzahl an Fragen im Hinblick auf die Wirkung (Kosten/Nutzen) einer möglichen Einführung übergeordneter Instrumente der Energieeffizienzpolitik offen ist. Dies gilt sowohl aus gesamtwirtschaftlicher Sicht als auch aus Sicht der betroffenen Akteure. Eine insbesondere für Deutschland wichtige Frage ist, wie die schon bestehenden und im Energiekonzept zusätzlich vorgesehenen Instrumente und Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz insbesondere im Gebäudebereich, aber auch in anderen Verbrauchsbereichen mit möglichen übergeordneten Instrumenten wirkungsvoll verknüpft werden können. Vor diesem Hintergrund soll in diesem Forschungsvorhaben eine Kosten-Nutzen-Analyse der Einführung eines Einsparquotensystems und eines Energieeffizienz-Fonds in Deutschland durchgeführt werden. Zusätzlich wird untersucht, wie demgegenüber die Erweiterung und Verbesserungen des bereits bestehenden Instrumentariums der Energieeffizienz-Politik zu bewerten ist. Dies beinhaltet jedoch keine umfassende Analyse der Effektivität aller bisherigen Instrumente der Energieeffizienzpolitik und der Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen, sondern es erfolgt lediglich ein grundsätzlicher Vergleich der Wirkungsweise dieser Instrumente gegenüber einem Einsparquotensystem. Bei der vergleichenden Bewertung der Instrumentenoptionen werden folgende Kriterien berücksichtigt:  Einspareffekte und Kosten,  Marktkonformität und Wettbewerbsfähigkeit,  Auswirkungen auf Markt für Energiedienstleistungen,  Folgewirkungen der Instrumente: Energiepreis- und Rebound-Effekte, Verteilungsund Struktureffekte,  Wechselwirkungen mit anderen Instrumenten,  Politische Durchsetzbarkeit und Akzeptanz,  Refinanzierbarkeit

Endbericht an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Karlsruhe, Freiburg, Berlin, 1. März 2012 Ecofys/Öko-Institut/Fraunhofer

Energiekonzept der Bundesregierung vom 28. September 2010

Inhalt: Einleitung A. Erneuerbare Energien als eine tragende Säule zukünftiger Energieversorgung B. Schlüsselfrage Energieeffizienz C. Kernenergie und fossile Kraftwerke D. Leistungsfähige Netzinfrastruktur für Strom und Integration erneuerbarer Energien E. Energetische Gebäudesanierung und energieeffizientes Bauen F. Herausforderung Mobilität G. Energieforschung für Innovationen und neue Technologien H. Energieversorgung im europäischen und internationalen Kontext I. Akzeptanz und Transparenz

Bundesumweltministerium veröffentlicht Entwurf der Leitstudie 2010

Leitstudie als vorläufige Ausgabe. Der seit wenigen Tagen verfügbare Entwurf der neuen Leitstudie reflektiert wesentliche neue energiepolitische Entscheidungen der Bundesregierung nur zum Teil. Das BMU schränkt weiter ein, dass die Studie noch nicht in ausreichendem Maße die Ziele berücksichtigt, die im Energiekonzept zur Reduzierung des Energieverbrauchs für die kommenden Jahrzehnte enthalten sind. Aufgrund dessen basiere der Entwurf auf steigenden Stromverbräuchen mit einer Reihe von Folgerungen für den Energiemix. Im Zuge der Weiterarbeit an dem Projekt soll im Jahr 2011 auch das Energiekonzept vom Herbst 2010 vollständig verarbeitet werden. Quelle: BINE Informationsdienst 28.02.2011

Energiekonzept 2050

Eine vollständige Versorgung auf der Basis erneuerbarer Energien ist möglich

Beitrag der Institute: Fraunhofer IBP, Fraunhofer ISE, Fraunhofer IWES, ISFH, IZES gGmbH, ZAE Bayern und ZSW, die im ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) zusammengeschlossen sind, für das Energiekonzept der Bundesregierung Juni 2010

Vision des FVEE für ein 100% erneuerbares Energiesystem:

Studie der Prognos AG, EWI und GWS zu zielorientierten Energieszenarien für ein Energiekonzept der Bundesregierung bis 2050

Vision des Rates für Nachhaltige Entwicklung für Deutschland 2050

Gutachten von Prof. Dr. Olav Hohmeyer für Die LichtBlick AG für den Weg in das regenerative Zeitalter und die Folgen einer Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke auf den Ausbau erneuerbarer Energien und dezentraler Mikro-Blockheizkraftwerke

Fraunhofer ISE - 100 % erneuerbare Energien für Strom und Wärme in Deutschland

Physikalisches Modell für das Energiesystem Deutschlands, bei dem der Bedarf an Strom und Wärme zu 100 % mit erneuerbaren Energien gedeckt wird. Es handelt sich also um ein Extrem-Szenario, bei dem erstens keine fossilen Energien mehr benötigt werden und bei dem zweitens auch kein Energie- (Strom-) Austausch mit den Nachbarländern stattfindet bzw. stattfinden muss.

Fraunhofer ISE Positionspapier 1/2009 zur Regenerative Energien-Forschung - Innovationen stimulieren: Regenerative Energien-Forschung steigern Empfehlungen des Fraunhofer ISE für die Forschungspolitik Regenerative Energien in der Legislaturperiode 2009-2013

Netzwerke

Jährliche Energiezufuhr der Sonne

Technologie

Inovative Energieerzeugung mit Photovoltaik

Stromspeicher Der stetig steigende Anteil der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien wie Wind- und Sonnenenergie wird zukünftig vermehrt den Einsatz von elektrischen Speichern erfordern um Angebot und Nachfrage nach Elektrizität besser zur Deckung zu bringen. Zusätzlicher Bedarf erwächst aus der zu erwartenden Transformation des mobilen Sektors hin zum Elektro- und Hybridfahrzeug. Hierbei werden sowohl elektro-chemische Speicher wie Batterien als auch Superkondensatoren und Brennstoffzellen zum Einsatz kommen. Die Forschung und Entwicklung von elektrischen Energiespeichern ist in Deutschland lange vernachlässigt worden. Um den dadurch entstandenen Rückstand aufzuholen, müssen große Anstrengungen unternommen werden. Dabei liegen die Herausforderungen in der raschen Entwicklung von kostengünstigen Speichern mit hoher Energie- und Leistungsdichte sowie langer Lebensdauer. Für die nächste Generation elektroche-mischer Energiespeicher ist eine Intensivierung der Forschung im Bereich Materialien und Zellchemie notwendig, um signifikant höhere Speicherdichten zu schaffen.(Quelle: Siehe nachstehende Datei)

Kraft-Wärme-Kopplung - Kleinkraftwerke und andere neue Technologien

Effizienz der Kraft-Wärme-Kopplung. Quelle:BINE

Mikro-KWK in Einfamilienhäusern ist rentabel, wenn thermische und elektrische Speicher eingesetzt werden. Das stellte Professor Münch für den Energieversorger EnBW fest. Mit 3 Prozent mehr Wirkungsgrad in der stromerzeugenden Heizung ließe sich hier im Jahr bei einem typischen Einfamilienhaus rund 1000 Euro mehr an Rendite realisieren. Siehe folg. Datei.

Stromspeicher

SOLARENERGIE Dunkle Sonne Vor der Wahl macht die Bundesregierung der Solarbranche ein Millionengeschenk – zulasten der Verbraucher.

Latentspeicher - Sorptionsspeicher

Wärme- und Kältespeicher bekommen für die Überbückung von zeitlichen Ungleichheiten von Wärmeangebot und Wärmenachfrage eine zentale Bedeeutung für die solare Energierzeugung. Das Überangebot asn Wärme und Strahlung im Sommer sollte gesspeichert werden und in den kühleren Jahreszeiten wieder abrufbar sein. Dies ist ein Feld, das sich zur Zeit dynamisch entwickelt. Fraunhofer-Institute forschen an dieser Aufgabe, es sind ersten Speicher auf dem Markt, die durch chemische Umwandlung Energie nahezu verlustfrei aufbewahren können.

Grundlegendes Ziel muß daher sein, dass Überangebot an Wärme, insbesondere in den warmen Innenstädten im Sommer, in Speicher abzuleiten und für den Winter verfügbar zu machen. Damit könnten sowohl die Städte im Sommer gekühlt als auch im Winter beheizt werden.

Funktionsprinzip: "Latentwärmespeicher funktionieren durch die Ausnutzung der Enthalpie reversibler thermodynamischer Zustandsänderungen eines Speichermediums, wie zum Beispiel des Phasenübergangs fest−flüssig (Erstarren/Schmelzen). Die Ausnutzung des Phasenübergangs fest-flüssig ist dabei das am häufigsten genutzte Prinzip. Beim Aufladen des Inhalts kommerzieller Latentwärmespeicher werden meist spezielle Salze oder Paraffine als Speichermedium geschmolzen, die dazu sehr viel Wärmeenergie (Schmelzwärme) aufnehmen. Da dieser Vorgang reversibel ist, gibt das Speichermedium genau diese Wärmemenge beim Erstarren wieder ab".(Wikipedia)

Wärme- und Kältespeicher - Quelle: Fraunhofer ISE "Zur Speicherung von Wärme und Kälte werden Phasenwechselmaterialien (engl.: Phase Change Material, kurz: PCM) genutzt. Diese Stoffe sind in der Lage Wärme aufzunehmen, ohne sich dabei selbst wesentlich zu erwärmen. Stattdessen bewirkt die Aufnahme bzw. Abgabe der Wärme eine Änderung des Aggregatzustandes des Speichers. Einige Materialien können beim Schmelzen sehr viel Wärme aufnehmen, die dann bei der Kristallisation wieder abgegeben wird. Da sich die Temperatur des Materials beim Schmelzen kaum ändert, wird diese Form der Wärmespeicherung als latente Wärmespeicherung bezeichnet. Aufgrund hoher Schmelzenthalpien können so mit bestimmten PCM große Wärme- oder Kältemengen bei verhältnismäßig kleinen Temperaturdifferenzen gespeichert werden. Am Fraunhofer ISE untersuchen wir PCM basierend auf unterschiedlichen Paraffinen mit Schmelztemperaturen zwischen ca. 0 °C und 100 °C. Zwei grundsätzliche Konzepte stehen bei unseren Forschungen im Vordergrund: Phasenwechselmaterialien in Baustoffen zur Erhöhung der Wärmekapazität von Gebäuden Phasenwechselflüssigkeiten für den Transport und die Speicherung von Wärme und Kälte"

Latentwärmespeicher Produkte


Phasenwechselmaterialien in Baustoffen (Quelle: Fraunhofer ISE)

"Der Energieverbrauch für die Kühlung von Gebäuden steigt in Deutschland stetig an. Dieser Effekt wird begünstigt durch die Tendenz, neue Gebäude in der Regel mit großen Fensterflächen und in Leichtbausweise zu errichten. Dabei führt die fehlende thermische Masse zu einer schnellen Überhitzung des Gebäudes, der mit Kälteanlagen energieaufwändig entgegengewirkt werden muss.

Mikroverkapselte Paraffine können als PCM in Baustoffe (Putze, Spachtelmassen, Trockenbauplatten etc.) eingebracht werden. Sie erhöhen so die thermische Speicherfähigkeit von Gebäuden ohne die Vorteile der Leichtbauweise einzubüßen. Beim Phasenwechsel wird Wärmeenergie latent gespeichert - die Temperatur des PCM bleibt nahezu konstant.

Durch die Mikroverkapselung ist das Paraffin geschützt in einer Kunststoffhülle eingeschlossen und sehr fein im Baustoff verteilt. Die Handhabung von Baustoffen mit PCM ist genauso einfach wie die herkömmlicher Materialien und benötigt keine zusätzlichen Arbeitsschritte. Das PCM ist bereits vom Hersteller in den Baustoff integriert.

Wir entwickeln am Fraunhofer ISE zwei Konzepte um mit Hilfe von PCM in Baustoffen Fortschritte bei der Kühlung von Gebäuden zu machen:

Baustoffe mit PCM (passiv): Baustoffe mit integrierten PCM werden zur passiven Kühlung von Gebäuden genutzt. Tagsüber speichert das PCM überschüssige Wärmeenergie, die dann nachts wieder abgeführt wird (Nachtlüftung, Fensteröffnung). Die PCM-haltigen Baustoffe sind dabei nicht als Ersatz konventioneller Wärmeschutzmaßnahmen (z.B. Verschattung) gedacht, sondern letztes Glied in der Kette der Überhitzungsschutzmaßnahmen.

Die Entwicklung dieser Materialien begann 1998 mit dem vom BMWi geförderten Verbundprojekt "Latentwärmespeicher in Baustoffen". Mittlerweile sind verschiedene Produkte am Markt erhältlich, z.B. ein PCM-Gipsputz mit 20% PCM, der über den gesammten Schmelzbereich des PCM eine Wärmespeicherkapazität von ca. 20 J/g erreicht.

Temperaturunterschied Raum mit PCM (rot) und mit herkömmlichen Materialien (schwarz)Fraunhofer ISE

Temperaturunterschied Raum mit PCM (rot) und mit herkömmlichen Materialien (schwarz).

Obige Abbildung zeigt das Ergebnis einer Messung bei der zwei identisch aufgebaute Räume verglichen wurden - einer mit PCM-Gips an Wänden und Decke und ein Referenzraum mit herkömmlichen Materialien. Über einen längeren Zeitraum konnte die Wandtemperatur im PCM-Raum um bis zu 4K gesenkt werden.

Bei ausreichender Nachtlüftung garantiert der PCM-Gips ein deutlich komfortableres Raumklima ohne jegliche akive Klimatisierung. Mit anderen PCM-Baustoffen werden vergleichbare Ergebnisse erzielt.

Passive Systeme und somit auch die passive Kühlung mit PCM sind abhängig von der kühlen Nachtluft. Fällt im Sommer die Temperatur in einem mehrtägigen Zeitraum nicht weit genug ab, kann der Speicher nicht entladen werden. Am nächsten Tag steht folglich nicht die gesamte Speicherkapazität zur Verfügung, wodurch das Gebäude schneller überhitzen kann. Temperaturunterschied Raum mit PCM (rot) und mit herkömmlichen Materialien (schwarz).

Obige Abbildung zeigt das Ergebnis einer Messung bei der zwei identisch aufgebaute Räume verglichen wurden - einer mit PCM-Gips an Wänden und Decke und ein Referenzraum mit herkömmlichen Materialien. Über einen längeren Zeitraum konnte die Wandtemperatur im PCM-Raum um bis zu 4K gesenkt werden.

Bei ausreichender Nachtlüftung garantiert der PCM-Gips ein deutlich komfortableres Raumklima ohne jegliche akive Klimatisierung. Mit anderen PCM-Baustoffen werden vergleichbare Ergebnisse erzielt.

Passive Systeme und somit auch die passive Kühlung mit PCM sind abhängig von der kühlen Nachtluft. Fällt im Sommer die Temperatur in einem mehrtägigen Zeitraum nicht weit genug ab, kann der Speicher nicht entladen werden. Am nächsten Tag steht folglich nicht die gesamte Speicherkapazität zur Verfügung, wodurch das Gebäude schneller überhitzen kann.

Die passive Kühlung von Gebäuden unterliegt im Wesentlichen zwei Restriktionen: Einerseits limitiert der Wand-Luft-Wärmeübergang die Wärmemenge, die in einem 24h Zyklus beladen und entladen werden kann. Eine Verdopplung der Putzschicht führt nicht automatisch zu einer Verdopplung der real nutzbaren Wärmespeicherkapazität. Andererseites ist die einzige verfügbare Kältequelle die Nachtluft. Das kann dazu führen, dass in heißen Sommernächten der PCM-Speicher nicht komplett entladen wird und somit tagsüber nicht vollständig zur Verfügung steht.

Aktiv gekühltes PCM System mit Kapillarrohrmatten Quelle: Fraunhofer ISE

Aktiv durchströmte Flächenkühlsysteme in Kombination mit PCM-Baustoffen sollen diese Probleme lösen. Untersucht werden in erster Linie Kühldecken, bei denen Kapillarrohrmatten in eine PCM-Putzschicht intergriert sind und mit Wasser durchströmt werden. Das PCM sorgt dafür, dass ein Großteil der Wärme, die bei konventionellen Kühlsystemen aktiv abgeführt werden muss, passiv zwischengespeichert werden kann. Nur der Wärmeüberschuss muss aktiv gekühlt werden.

Kühldecken mit PCM bieten weiterhin den Vorteil, dass die Kälteanlage im System kleiner ausgelegt werden kann. Dank der Speicherfähigkeit der PCMs muss die Kälteanlage nicht die komplette Spitzenlast decken. Dadurch sind Kältequellen nutzbar, die nur über geringe Kälteleistung verfügen, wie z.B. Umweltwärmesenken (Erdreichsonden).

Solche aktiven Kühlsysteme mit PCM werden bisher nur in Testanlagen untersucht, sollen aber in laufenden Projekten erstmals in Demonstrationsanlagen eingesetzt werden.

Berichte, Analysen, Studien

Primärenergieverbrauch nach Energieträgern

Eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien ist der Schlüssel für eine ökonomisch nachhaltige, soziale und ökologische Entwicklung. Die Europäische Union hat deshalb unter deutscher Ratspräsidentschaft wegweisende Klimaschutzziele für das Jahr 2020 beschlossen. Zu diesen Zielen zählt neben der deutlichen Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung CO2-armer Technologien der Ausbau der erneuerbaren Energien. Auch die Stadtentwicklung ist gefordert, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Energieautarke Region Güssing (Österreich)

"Mit der Umsetzung des innovativen Energiekonzepts wurde ein nachhaltiger Regionalentwicklungs prozess in Gang gesetzt, in dessen Zug sich die „sterbende Region“ innerhalb von 15 Jahren in eine Region mit hohem Lebensstandard und großer Lebensqualität verwandelte. Güssing wurde in den letzten Jahren zur umweltfreundlichsten Stadt und innovativsten Gemeinde Österreichs gekürt. Schon mit einer der ersten neuen Infrastruktureinrichtungen, der Güssinger Fernwärme (1996), wurde die Grenzstadt als Betriebsstandort interessant. Durch ein spezielles Betriebsansiedlungsprogramm gelang es, 50 neue Betriebe mit mehr als 1000 direkten und indirekten Arbeitsplätzen im Bereich der Erneuerbaren Energien in der Region anzusiedeln. Güssing entwickelte sich in der Folge zu einem wichtigen Standort in den Bereichen Parkettherstellung, Laubholztrocknung und Umwelttechnologien".(Quelle:www.nachhaltigwirtschaften.at)

Informationen zu Güssing:

  • Homepage Güssing [1]
  • Kurzinfo [2]
  • Bericht im Portal Nachhaltigwirtschaften [3]
  • Güssing in Wikipedia [4]

Beispiele und Fragestellungen


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Energiespartips
Anteil an erneuerbaren Energien
Greenhouse gas emissions in the EU 27: monitoring, baseline and linear trajectory towards the 2050 ambition of reducing emissions beyond -80% compared to 1990.
Strahlungsszenarien für PV, CSP sowie Wind-Volllaststunden; Quelle: Studie Stromgestehungskosten ISE
Solarpaneel nach der Sonne gerichtet - Foto N20110106-01 300dpi.jpg
ISUSI Wetterdaten 2007

A Renewable World - Energy, Ecology, Equality

Energieeffizienz

und Technologie Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

Die beiden Studien des Wuppertal-Instituts und von ifeu gehen der Frage nach, wie erneuerbare Energieträger effizienter genutzt werden können. Behandelt werden die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr.

Energieverbrauch

GHD-Erhebung Energieverbrauch 2006-2010 Deutschland

Speziell für den Verbrauchssektor „Gewerbe, Handel, Dienstleistungen“ haben das Fraunhofer ISI und seine Kooperationspartner ein Studiendesign entwickelt, das den Energieverbrauch dieser Branchen transparent machen soll. Im Rahmen der Studie wurden mehr als 2.000 Unternehmen zu ihrem Energieverbrauch befragt – darunter so unterschiedliche Einrichtungen wie große Bürogebäude, Supermärkte, riesige Rechenzentren sowie kleine Wäschereien, Metzger und Bäcker, die alle zu diesem Verbrauchssektor gehören.

Die Ergebnisse der Befragung zum Einsatz einzelner Energieträger wie Strom, Erdgas und Heizöl wurden anschließend auf Deutschland hochgerechnet. Den meisten Strom benötigt mit 40 Prozent des gesamten Verbrauchs die Beleuchtung, gefolgt vom Stromeinsatz für motorische Antriebe mit gut 20 Prozent. Bei den Brennstoffen entfallen mehr als 70 Prozent des Energiebedarfs auf die Raumheizung.

„Insgesamt zeigen diese Ergebnisse zwischen 2006 und 2010 einen leicht rückläufigen Trend beim Stromverbrauch sowie eine relative Konstanz beim Brennstoffverbrauch“, so Barbara Schlomann vom Fraunhofer ISI. Dies beweise, dass Anstrengungen, den Stromverbrauch zu senken, trotz einer deutlich zunehmenden Ausstattung mit energieintensiven Computern, Servern oder Klimaanlagen schon Einsparerfolge gebracht haben. Es bestehen allerdings erhebliche weitere Energieeinsparmöglichkeiten.. Quelle:[5]

Analyse der EU Kommision

EU Energy And Transport In Figures Statistical Pocketbook 2010

Gebäude

Erneuerbare Energien

Feldtest demonstriert sicheren Stromnetzbetrieb - Kombikraftwerk 2

Mögliche künftige Energieversorgung-BINE

'Feldtest demonstriert sicheren Stromnetzbetrieb' Berechnungen des Projektes Kombikraftwerk 2 belegen, dass ein Energiesystem mit rein erneuerbaren Energiequellen die Stabilität des Stromnetzes gewährleisten kann. Forscher demonstrierten in einem Feldtest, dass mit einem regenerativen Kombikraftwerk Regelenergie bereitgestellt werden kann. Außerdem zeigten die Wissenschaftler in einer Simulation, wie eine mögliche künftige Energieversorgung aussieht.

- See more at: http://www.bine.info/index.php?id=39&no_cache=1&typ=30&artikel=2634&cHash=5ec5b1981217c1d6d847b802e71c21c0#sthash.RjeepPtu.dpuf

Erneuerbare Energien in Deutschland

Entwicklung der Endenergiebereitstellung aus erneuerbaren Energien

"Erneuerbare Energien in Deutschland: Das Wichtigste im Jahr 2010 auf einen Blick Das haben die erneuerbaren Energien 2010 erreicht: • 11,3 % am gesamten Endenergie-verbrauch – Strom, Wärme und Mobilität (2009: 10,2 %) • 17,1 % am Bruttostromverbrauch (2009: 16,4 %) • 10,2 % am Endenergieverbrauch für Wärme (2009: 8,9 %) • 5,8 % am Kraftstoffverbrauch (2009: 5,4 %) • Treibhausgasemissionen von 120 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten vermieden • Investitionen in Höhe von 27,9 Mrd. Euro ausgelöst (2009: 20,0 Mrd. Euro) • 367.400 Menschen in der Branche beschäftigt (2009: 339.500) Investitionen und Beschäftigung erreichen Höchststände Mit 27,9 Mrd. Euro verbuchten die Investitionen in die Errichtung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Jahr 2010 einen neuen Rekordstand, der im Wesentlichen auf den Photovoltaik-Boom zurückzuführen war. Einen neuen Höchststand erreichte auch die Beschäftigung: 367.400 Menschen hatten in der Branche einen Job. Höhere Anteile der Erneuerbaren trotz steigendem Energieverbrauch Nach Überwindung der Wirtschafts-krise ist der Energieverbrauch in Deutschland 2010 wieder kräftig gestiegen. Die Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energien wuchs jedoch gleichzeitig so stark, dass der Trend ihrer wachsenden Anteile in allen Bereichen ungebrochen ist. Flaute bei der Windenergie Der Nettozubau an Windkraftleistung war 2010 gegenüber dem Vorjahr rückläufig und lag bei 1.493 MW (2009: 1.880 MW). Auch die Strom-erzeugung ging trotz des Zubaus aufgrund einer ungewöhnlich wind-schwachen Witterung zurück und lag bei nur 37,8 TWh. In einem durch-schnittlichen Windjahr hätten die insgesamt installierten Windkraftan-lagen etwa 5 TWh mehr Strom produziert. Biomassenutzung weiter im Aufwärtstrend Im Bereich der Biomasse hielt insbe-sondere der Trend zum Ausbau der Stromerzeugung aus Biogas weiter an. Aus fester, flüssiger und gas-förmiger Biomasse wurden 2010 insgesamt 27,3 TWh Strom erzeugt (einschl. Deponie- und Klärgas sowie biogenem Abfall waren es 33,9 TWh); rund 3,8 Mio. Tonnen Biokraftstoffe wurden abgesetzt. Der Absatz von Pelletheizungen ging allerdings gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. Photovoltaik im Höhenflug Mit einem Zubau von rund 7.400 MW war Deutschland 2010 ein weiteres Mal Photovoltaik-Weltmeister. Mit rund 11,7 TWh stieg der Anteil am Bruttostromver-brauch auf knapp 2 %. Der Zubau solarthermischer Kollektorfläche blieb jedoch mit rund 1,14 Mio. m2 deutlich hinter dem des Vorjahres zurück" Quelle: Erneuerbare Energien in Zahlen. BMU 12/2011 (siehe nebenstende Broschüre)


Auszug aus Erneuerbare Energien in Deutschland, S.17:

1 Kurzfassung

"Die erneuerbaren Energien in Deutschland sind stetig auf Wachstumskurs. Der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein wichtiger Pfeiler der angestrebten Energiewende und beim Klimaschutz. Gleichzeitig wird zunehmend deutlich, dass erneuerbare Energien innovationsorientierte Entwicklungen fördern. Erneuerbare Energien haben inzwischen für die Wirtschaft und für die Technik eine große Bedeutung. Diese wird deutlich durch steigende Umsatz- und Beschäftigungszahlen sowie durch eine Technologieentwicklung, die auf effiziente Energieausnutzung und Technikinnovationen gerichtet ist.

Die vorliegende Untersuchung präsentiert die Ergebnisse des Projekts "Innovationsbiographien erneuerbarer Energien", in dem der Entwicklung der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung und in geringerem Umfang auch der Wärmeerzeugung in einer Querschnittsbetrachtung nachgegangen wurde. Dargestellt werden die Innovationsverläufe der Biomassenverstromung, Photovoltaik, Windenergie, Tiefengeothermie und der Wasserkraft. Betrachtet wird ein Zeitraum von 1970 bis heute, mit stärkerem Gewicht auf der Zeit ab 1990. Dieser Untersuchungszeitraum wurde für jede Energiesparte in Phasen eingeteilt und für jede Phase wurde das Zusammenwirken unterschiedlicher Einflussfaktoren detailliert untersucht. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens sollen dazu beitragen, die Vielschichtigkeit und das Auf und Ab von Innovationsverläufen zu erkennen sowie die Wirkungszusammenhänge unterschiedlicher Einflussfaktoren in den Blick zu nehmen und in Steuerungsprozessen zu berücksichtigen.

Die erneuerbaren Energien werden in dieser Untersuchung mit dem Instrumentarium der Konstellationsanalyse untersucht. Die Konstellationsanalyse ordnet den Untersuchungsgegenstand und macht ihn analytisch verfügbar. Der interdisziplinär angelegte methodische Ansatz bietet den Vorteil, dass er eine Differenzierung des Entwicklungsprozesses (Phaseneinteilung) ermöglicht und diese mit einer strukturierten Analyse von Akteuren und Handlungskontexten verbinden kann." (Quelle: Bruns, E.; Ohlhorst, D.; Wenzel, B.; Köppel, J. (2009): Erneuerbare Energien in Deutschland – eine Biographie des Innovationsgeschehens. Universitätsverlag der TU Berlin. S.17)


Regionale Verteilung von 100% EE-Regionen und Starterregionen in Deutschland; Quelle: deENet

Erneuerbare Energie - Elektrischer Strom

"In einer aktuellen Studie haben das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und das Zentrum für Erneuerbare Energien der Universität Freiburg (ZEE) untersucht, welchen Einfluss der Ausbau Erneuerbarer Energien auf Arbeitsplätze, Einkommen, Gewinne und Steuereinnahmen vor Ort haben. Im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien haben die Institute geprüft, inwieweit Kommunen von der Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien profitieren und welche Wertschöpfungseffekte sich je nach Ausbaugrad und Technologie ergeben können. Kommunen profitieren von der Nutzung Erneuerbarer Energien durch die Einsparung von fossilen Brennstoffkosten, die Schaffung von regionalen Arbeitsplätzen und durch Steuer- und Pachteinnahmen. Die Studie schlüsselt die unterschiedlichen Wertschöpfungseffekte auf kommunaler Ebene auf und macht sie vergleichbar. Im Ergebnis steigt die gesamte kommunale Wertschöpfung von mindestens 6,8 Mrd. Euro im Jahr 2009 auf mindestens 12,3 Mrd. Euro im Jahr 2020, wenn der Ausbaugrad erreicht wird, den die BEE-/AEE-Branchenprognose erwartet. In einer Kurzstudie hat das IÖW die Entwicklung für die Jahre 2010 und 2011 auf der Basis von aktuellen Zubauprognosen untersucht. Die Hauptergebnisse für die Jahre 2009 bis 2011 sind in den beiden nebenstehenden Grafiken dargestellt". Quelle: http://www.unendlich-viel-energie.de

Forschungsprojekt „Kombikraftwerk 2“

Umwandlung von Wärme in elektrischen Strom

Wettlauf um Strom aus Wärme Mit Thermo-Generatoren lässt sich aus Wärme Strom gewinnen. Nach 50 Jahren des Stillstands ist es Forschern gelungen, den Wirkungsgrad der Generatoren zu verdreifachen. Jetzt läuft der Rennen um die erste marktreife Anwendung. Die Umwandlung von Wärme in elektrischen Strom beruht auf dem sogenannten Seebeck-Effekt: Elektronen werden unter Wärme beweglicher, zwischen warmem und kaltem Ende eines Metalls oder eines Halbleiters entsteht also eine unterschiedliche Elektronenkonzentration. Wie effizient ein Material Wärme in Strom umwandelt, wird mit dem ZT-Wert angegeben. Er hängt von einem für jede Verbindung spezifischen Seebeck-Koeffizienten S, der thermischen Leitfähigkeit k (Kappa) und dem elektrischen Leitwert o (Sigma) ab und errechnet sich nach der Formel S2o/k.

Jahrzehntelang stagnierte der ZT-Wert bei 1, doch zuletzt konnten Forscher ihn bis auf etwa 3,5 verbessern. Dazu mussten sie, wie es Böttner formuliert, "die Physik austricksen". Denn für einen guten Wirkungsgrad muss die thermische Leitfähigkeit klein, die elektrische aber groß sein - und beide sind eng miteinander verkoppelt. Den Durchbruch brachte Anfang dieses Jahrzehnts die Nanotechnologie. Beim heute am meisten verfolgten Ansatz werden Nanometer-dünne Lagen aus thermoelektrisch unterschiedlich aktivem Material aufeinandergelegt. Die dadurch entstehenden Grenzflächen behindern den Wärmetransport, nicht aber den Strom. Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,532560,00.html

Dirk Ebling, ebenfalls Forscher am Freiburger Fraunhofer-Institut, setzt auf eine weitere Methode. Statt dünner Schichten nutzt er ein Gemisch reiner Thermoelektrika, die aber keinen gemeinsamen Kristall bilden, sondern aus verpressten Nano-Kristallen bestehen. "Durch einen großen, wohlgeordneten Kristall geht eine Wärmewelle ungehindert durch - bei vielen kleinen Kristallen wird sie von den Grenzflächen aufgehalten", erläutert Ebling das Prinzip.

Solarenergie, Solarthermie

Photovoltaikanlagen in Deutschland
Mittlere stündliche Einspeisung Photovoltaik 2006-2009
Kalzip SolarClad
Desertec - Benötigte Flächen zur Energieproduktion
Thermische Solaranlagen auf Dächern einer Einfamilienhaussiedlung
RTEmagicC Solare Freiraumgestaltung



Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) Der Solarenergie-Förderverein Deutschland setzt sich ein für eine vollständige Umstellung der Energieversorgung auf 100 Prozent heimische Erneuerbare Energien - deutschlandweit, weltweit.

Energiewenderechner des Solarenergiefördervereins

Reinstating the interstate: Unter diesem Titel veröffentlicht Time Nr. 12/09 Überlegungen in den USA, die Higways mit ihren rechtlich gesicherten Korridoren als Netz für nationale Kabelverbindungen, Rohrtransporte und Solarkorridore auszubauen.

Bis Ende 2008 errichtet die juwi solar GmbH (Rheinland-Pfalz) im Energiepark "Waldpolenz" bei Leipzig die größte Photovoltaik-Anlage der Welt, die in der Endausbaustufe eine Leistung von 40 Megawatt (MW) haben wird.

Die Integration von PV-Systemen in den Baukörper wird nicht mehr von der reinen Funktion bestimmt, sondern vielmehr als gestaltprägendes Element eingesetzt.

Fragebogen zur Erstellung von Leistungsverzeichnissen für Neubauten, Dachsanierungen mit integrierten Kalzip® Solarsystemen sowie Nachrüstungen von Photovoltaikanlagen

Photovoltaik-Dünnschichttechnologien: biegsam, leicht und billig

European Solar Thermal Electricity Association - Projekt Desertec

Linkliste der an solarthermischen Kraftwerken beteiligten Unternehmen

An Implementation Plan for the Strategic Research Agenda of the European Photovoltaic Technology Platform

Vision, Potential, Deployment Roadmap, Strategic Research Agenda

Praxistest solare Kühlung beginnt

Solarthermische Kraftwerke werden Praxis

Mobilitätskonzepte auf der Basis erneuerbarer Energien beim Solar Summit Freiburg 2010

Nachhaltige Photovoltaik braucht Recycling

Möglichkeiten und Funktionsweisen thermischer Solaranlagen

21.1% Efficient PERC Silicon Solar Cells on Large Scale by Using Inline Sputtering for Metallization

PV-Module im Test

2. Internationale Konferenz mit Fachausstellung 21.09.2011


Links zu Solarfirmen

Weiterentwicklung konventioneller Kraftwerke

Gezeitenströmungskraftwerk

Erdwärme, Geothermie

"Nordrhein-Westfalen soll zum Klimaschutz-Vorzeigeland werden. Deshalb müssen die Erneuerbaren Energien ambitioniert ausgebaut werden, dazu gehört auch eine stärkere Nutzung von Erdwärme (Geothermie). "Die Nutzung von Erdwärme hat bei den regenerativen Energietechnologien eine ständig wachsende Bedeutung, zum Beispiel als Erdwärmeheizung im privaten Bereich oder zur Stromerzeugung über Geothermiekraftwerke", erklärte Klimaschutzminister Johannes Remmel in seiner Eröffnungsrede zur 6. NRW-Geothermiekonferenz der EnergieAgentur.NRW in Gelsenkirchen. "Dabei nimmt Nordrhein-Westfalen und vor allem die Metropole Ruhr im Bereich Geothermie eine Schlüsselposition ein. Bisher arbeiten in dieser Branche in NRW rund 5.000 Menschen, Tendenz steigend."

Die natürlichen Bedingungen zur Nutzung der Erdwärme sind in Nordrhein-Westfalen besonders gut. Rund 70 Prozent der Fläche des Landes ist nach Ermittlungen des Geologischen Dienstes (GD) NRW hierfür geeignet. Dr. Frank Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW und Manager des Clusters Energiewirtschaft "EnergieRegion.NRW" mit dem Netzwerk Geothermie, betonte: "Bereits jetzt ist NRW das Bundesland mit einer der höchsten Nutzungsraten an Umweltwärmeheizungen. Im Jahre 2009 wurden rund 55.000 neue Wärmepumpen in Deutschland installiert. Von den nun bundesweit installierten 350.000 Wärmepumpen sorgen rund 70.000 (20 Prozent) in NRW für umweltfreundliche Wärmeerzeugung."

Zudem besitzt das Land mit warmen Grubenwässern in stillgelegten Bergwerken ein noch lange nicht vollständig erschlossenes geothermisches Potential zur Gebäudebeheizung. In Nordrhein-Westfalen wurden erste Projekte in Essen und Marl realisiert. Ein weiteres Projekt an der Zeche Robert Müser in Bochum befindet sich derzeit in Planung.

Dass sich NRW zu einer der wichtigsten Technologie- und Know-How-Regionen auf dem wachsenden Geothermie-Markt entwickelt, zeigt die erfolgreiche Bewerbung um den künftigen Standort der Geschäftsstelle der International Geothermal Association (IGA). . Mit der Verlegung der Geschäftsstelle von Reykjavik nach Bochum wird ab dem 1. Januar 2011 der geothermische Weltverband mit mehr als 3.000 Mitgliedern aus 65 Ländern aus NRW gelenkt. Gleichzeitig wird die Geothermische Vereinigung (GtV) ein Büro für "Internationale Koordination" in Bochum einrichten.

Wo in Nordrhein-Westfalen die Erdwärmenutzung möglich ist, kann jeder Bürger, Bauherr oder Handwerker abrufen unter www.geothermie.nrw.de. Auf diesem bundesweit einmaligen Internetangebot stehen für jedes Grundstück im Lande Daten zur Verfügung, ob beim Neubau eines Gebäudes oder beim Austausch einer vorhandenen Heizungsanlage Umweltwärme als Energiequelle wirtschaftlich genutzt werden kann. Kommt eine Nutzung in Frage, kann unter www.waermepumpen-marktplatz-nrw.de ein Händler gefunden werden.

Weitere Informationen zum Thema Erdwärme sind im Internet zu finden unter www.energieregion.nrw.de und beim Netzwerk Geothermie NRW, Telefon: 0234 – 32 -10715."

Quelle:http://www.nrw.de/klimaschutz-erdw-rme-noch-st-rker-nutzen-9896 Erdwärmetool: http://www.geothermie.nrw.de.

Nahwärmesysteme - Erdsonden

Energiezaun Aachen

Energiezaun Rahe-Mühle Aachen

Pumpspeicherkraftwerke

Windenergie

Windenergie allgemein

Windenergie Deutschland 2020


Offshore-Windpark

Windturbinen für den Stadtraum

In den letzten Jahren entwickeln sich zunehmend Kleinturbinen, die auf den Grundstücken, auf Dächern oder auf Dachkanten einsetzbar sind.Sie haben zwar kein sehr hohes Leistungsvermögen, sind dafür aber preiswert und für eine Zusatzversorgung interessant. Unbeschadet der ästhetischen Probleme der Einfügung in das Ortsbild und der möglichen Störungen durch Schattenwurf und Geräusche entwickelt sich hier eine Richtung, die Architekten und Planer im Auge behalten sollten.

Venturbine: Micro-Windturbine für Stadtgebiete Diese Lösung der Firma enatec in Italien ist bisher wohl eher eine Projektidee. Für das Patent werden weltweit Interessenten und Hersteller gesucht. Es scheint noch kein Prototyp zu existieren und bisher ist nicht bekannt, mit welchem Wirkungsgrad und welcher Geräuschentwicklung zu rechnen ist. Trotzdem ist die Idee interessant für die Südseite und für die dem Wind zugewandte Seite von Bauten mit Flachdächern. Auch bei Windstille gibt es bei Sonne einen Aufwind der erwärmten Luft, der die Turbine antreiben kann. Wohl eher etwas für Gewerbegebiete.

Einige Links dazu:

Wasserstoff

Mit einer Gesamtsumme von 4,3 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das deutschlandweit größte Verbundprojekt zur Biowasserstoffproduktion: Unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Rögner (Biochemie der Pflanzen, Fakultät für Biologie und Biotechnologie der RUB) arbeiten acht international ausgewiesene Arbeitsgruppen fachübergreifend an der Entwicklung einer biologischen "Designzelle", die mit Hilfe von Solarenergie Wasserstoff aus Wasser erzeugt. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Erneuerbare Energien speichern

Stromversorgung mit Erneuerbaren Energien

"Wenn die Stromversorgung künftig vorwiegend auf erneuerbaren Energien beruht, muss das Verteilnetz auf das fluktuierende Angebot aus Wind- und Sonnenenergie ausgerichtet sein. Das Bundesumweltministerium fördert daher gezielt die Technologieentwicklung von einzelnen Netzkomponenten wie zum Beispiel von Wechselrichtern oder flexiblen Transformatorstationen, sowie dem Zusammenspiel im Netzbetrieb." (Quelle: Intelligente Netze und Elektromobilität testen, BINE 21.09.11)


Atomenergie

Dieses Thema wird hier wegen der immer geringeren Bedeutung nach dem Umstiegsbeschluss von 2011 nicht vertieft behandelt.