Bau - Gebäude

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Im Themenbereich Bau - Gebäude werden alle Informationen gebündelt, die sich auf einzelne Gebäude oder Gebäudetypen beziehen (Alt- und Neubau). Alles was über den Einzelbau hinaus geht, also größere Baugruppen, Baublöcke, Stadtbereiche etc wird unter dem Themenbereich Baublock, Stadtteil eingestellt.

Umweltbundesamt: Bauen und Wohnen belastet die Umwelt immer noch mehr als nötig

Neue Broschüre des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt Lösungswege auf [1]

Der Bau, die Bewirtschaftung und Nutzung von Häusern und Straßen beansprucht immer noch zu viele natürliche Ressourcen und fördert den Klimawandel: Nicht nur der weiter hohe Bedarf an fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas für Heizung und Warmwasser schmälert die Umweltbilanz des Sektors „Bauen und Wohnen, auch die große Nachfrage nach Baumaterialien wie Steinen und Erden, Metallen oder Holz trägt dazu bei. UBAPräsident Prof. Dr. Andreas Troge: „Wie wir bauen und wohnen, beeinflusst ganz erheblich die Qualität unserer Gesundheit und Umwelt. Der Mensch entreißt der Natur nicht nur mehr Baumaterialien, als diese bereit stellen kann, wir machen uns auch viel zu breit, nehmen zu viel Fläche in Anspruch.“ So gehen Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere verloren. „Statt immer neue Häuser auf der grünen Wiese zu bauen, müssen wir zurück in die Zentren.“, so Troge weiter. Wesentlich entlasten ließe sich die Umwelt, falls vermehrt alte Häuser in den Zentren saniert würden, anstatt neue Gebäude an naturnahen Standorten zu errichten. Neue Wege zu einer dauerhaft umweltgerechten Bau- und Siedlungspolitik beschreibt die neue Broschüre „Nachhaltiges Bauen und Wohnen“. Die Einsparpotentiale sind beachtlich: In den nächsten 25 Jahren ließen sich – ohne Komfortverluste – die zusätzliche Flächeninanspruchnahme um fast 85 Prozent reduzieren, der jährliche Verbrauch mineralischer Rohstoffe - wie Sand, Ton, Kalk, Kies oder Schiefer - um etwa 30 Prozent und die jährlichen Kohlendioxidemissionen um über 50 Prozent senken. Dazu sind Gebäude zu sanieren und zu modernisieren, die Attraktivität der Siedlungskerne zu steigern und unnötiger Wohnungsleerstand zu vermeiden. Neuansiedlungen sollten verstärkt innerhalb der Siedlungskerne auf Brachflächen stattfinden – zum Beispiel auf ehemals von Industriebetrieben, der Bundeswehr, Bahn oder Post genutzten Flächen sowie in Baulücken.

Umweltentlastungspotentiale im Baubereich

Webadressen zum Thema Energie und Bauen

Ansprechpartner NRW: Nordrhein-Westfalen Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen

Romana Leuthardt
Tel.: 0211/49722143
E-Mail: Romana.Leuthardt@fm.nrw.de

Ansprechpartner für NRW: eea®-Geschäftsstelle NRW

EnergieAgentur.NRW
Jochem Pferdehirt
Kasinostr. 19-21
42103 Wuppertal
Tel.: 0202/24552-59
Fax: 0202/24552-30
E-Mail: pferdehirt@energieagentur.nrw.de
Internet: www.energieagentur.nrw.de

Rechtlicher Rahmen - energetische Zielvorgaben

Tabellarische Übersicht der Gesetze: Energetische Anforderungen und flankierende Maßnahmen für den Gebäudebestand in den mitteleuropäischen Nachbarländern

Planungshilfen

Strahlungsintensität Regionen BRD
Solarer Wärmeeintrag eines südorientierten Passivhausfensters
Prbi soba fraunhofer ise niedrigenergiehaus.jpg

Berichte und Neuerungen


BMWi-Preis »Architektur mit Energie«

Referate

Hemmnisse bei der energetischen Gebäudesanierung

Studie Projektverbund ENEF-Haus November 2010: Eigenheimbesitzer zielgerichtet für eine energetische Sanierung gewinnen

Zentrales Projektergebnis sind die Empfehlungen für einen integrierten Politik- und Beratungsansatz für eine energetische Sanierung. Im Fokus steht die Frage, wie bestehende Instrumente aus den Bereichen Ordnungsrecht, Förderprogramme sowie Beratungs- und Marketingmaßnahmen so verbessert werden können, dass die identifizierten Potenziale zielgenau erschlossen und die bestehenden Hemmnisse wirkungsvoll abgebaut werden können. Dies geht nur, wenn die verschiedenen Instrumente „passgenau“ ineinandergreifen und Eigenheimbesitzer situations- und zielgruppenbezogen angesprochen werden.

Studie: Hemmnisse energetischer Sanierung 2-2010

Informationsdienst Wissenschaft 10.2.2010: "Forscherteam befragt über 1000 Sanierer von Ein- und Zweifamilienhäusern / Gebäudesanierungsprogramme erreichen viele Hausbesitzer nicht / Aktivste Sanierer unter den 50- bis 70-Jährigen

Berlin, Frankfurt/Main, 10. Februar 2010 - Trotz steigender Energiepreise sind viele Hauseigentümer zurückhaltend bei der energetischen Sanierung ihrer Gebäude. So das Ergebnis einer Befragung von 1000 Ein- und Zweifamilienhausbesitzern, die das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) geleitet hat. Über 60 Prozent der befragten Gebäudesanierer sind der Ansicht, dass ihr Gebäude in einem guten Zustand sei und keine weiteren energetischen Maßnahmen erfordere. "Es ist dramatisch, wie viele Hausbesitzer ihre Lage verkennen", so Dr. Immanuel Stieß vom ISOE. "Viele Energieeinsparpotenziale liegen schlicht aufgrund mangelnden Problembewusstseins brach. Das ist nicht nur schädlich fürs Klima, sondern belastet die Bewohner durch unnötig hohe Energiekosten."
Handlungsmotive, -hemmnisse und Zielgruppen für eine energetische Gebäudesanierung

"Das Wissenschaftlerteam befragte Eigenheimbesitzer, die in den letzten vier Jahren Sanierungsmaßnahmen an ihren Häusern durchgeführt hatten. Deutlich wird, dass wirtschaftliche Barrieren nicht der einzige Grund für geringe energetische Sanierungsraten sind. "Bisher wurde der Fokus stark auf finanzielle Förderung gelegt. Unsere Befragung zeigt nun, dass die Gebäudesanierungsprogramme zwar ein wichtiger Baustein sind. Doch sind sie allein nicht ausreichend, um den Energieverbrauch in den Haushalten zu reduzieren", so Stieß weiter.

Vielmehr zeigt die Untersuchung, dass viele Hausbesitzer angesichts der zahlreichen Fragen, die eine energetische Sanierung aufwirft, abgeschreckt sind und untätig bleiben. In dem Forschungsprojekt "Energieeffiziente Sanierung von Eigenheimen" (Enef-Haus) wird daher erforscht, wie beispielsweise die Erstenergieberatung von Eigenheimern optimiert werden kann, um in höhere Sanierungsraten zu münden. Stieß: "Viele Hausbesitzer stehen einer professionellen Beratung positiv gegenüber. Von einem kompetenten Berater an die Hand genommen zu werden - vom Erstgespräch bis hin zur Investitionsentscheidung - erleichtert die Entscheidung für viele."

Um mehr maßgeschneiderte Informationsangebote zu ermöglichen, haben die Forscher die Handlungsmotive und -hemmnisse der Eigenheimsanierer untersucht. Die Befragung zeigt, dass die aktivsten Sanierer in der Gruppe der 50- bis 70-Jährigen zu finden sind, während bei den 30- bis 50-Jährigen die Anteile deutlich geringer sind. Neben dem Alter unterscheiden sich die Hausbesitzer auch in Ihren Zielen und Einstellungen hinsichtlich der Sanierung sowie in der Art der durchgeführten Maßnahmen. Im Ergebnis präsentieren die Forscher eine Einteilung der Hausbesitzer in fünf Typen vom "desinteressiert Unwilligen" bis hin zum "überzeugten Energiesparer".

"In Zukunft muss es verstärkt darum gehen, maßgeschneiderte Instrumente für diese unterschiedlichen Zielgruppen zu erstellen", so Dr. Julika Weiß vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Daher wird das IÖW im Projekt Enef-Haus geeignete Beratungs- und Förderinstrumente für die identifizierten Sanierer-Typen ausarbeiten. "Denn mit Förderung per Gießkannenprinzip können energetisch anspruchsvolle Sanierungen nur schwer erreicht werden", sagt Weiß.

Die Studie "Handlungsmotive, -hemmnisse und Zielgruppen für eine energetische Gebäudesanierung" steht zum Download bereit unter www.enef-haus.de. Im Projekt Enef-Haus untersucht das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) gemeinsam mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Hochschule Lausitz im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, wie Eigenheimbesitzer zu mehr Energiesparen durch Gebäudesanierung aktiviert werden können."

Die Studie: Handlungsmotive, -hemmnisse und Zielgruppen für eine energetische Gebäudesanierung

Solarbauten

House of the Rising Sun

Nicht nur Termiten, auch Menschen haben es kapiert: Am besten baut man mit der Sonne. Der Mensch hat seinen Ursprung in den Tropen, deshalb fühlt er sich unbekleidet erst bei 28 Grad wohl. Schon als unsere Vorfahren vor rund 700 000 Jahren gegenüber den unbeständigen Windschirmen aus Sträuchern und Häuten die Höhlen bevorzugten, wählten sie solche, die zur Sonne hin ausgerichtet waren. Ihre Sinne waren damals wohl noch wach wie die der Tiere. Die hatten bereits - nach langer Evolution - der Sonne perfekt angepasste Bauten, die später oft verblüffend der menschlichen Architektur ähneln sollten.

Das Rundbauprinzip vieler Naturvölker zum Beispiel gleicht dem kugeligen Nest des mittelamerikanischen Töpfervogels: Auch er konstruiert aus feuchtem Lehm und trockenem Gras dicke Wände, die Temperaturschwankungen ausgleichen und zusätzlich kühlen, weil die in der Nacht aufgenommene Feuchtigkeit verdunsten kann. Die Materialstrategie lebt bis heute in den Adobe- oder Lehmbauten vieler Kulturen fort. Oder wenn traditionelle iranische Baumeister mit aufragenden Windtürmen Luftströmungen erzeugten, um damit Verdunstungskühle aus unterirdischen Kanälen in die hohen, überkuppelten Wohnräume zu leiten, dann machten sie sich dabei ein ähnliches physikalisches Prinzip wie afrikanische Termitenvölker zunutze: Zehn bis zwanzig Meter tief führen deren Gänge zum Grundwasser, um die Frische nach oben in die Wohnbereiche zu ziehen.

Geduldige Verbesserungen über viele Generationen hinweg, Naturbeobachtungen und Entwicklungen passionierter Erfinder haben der Menschheit Erfahrungen mit der Sonneneinwirkung gebracht. Im Norden wurden die Fenster Richtung Süden besonders groß angelegt. In südlichen Wüstengebieten hingegen sperrte man das Sonnenlicht aus: Fenster waren winzig und verschwanden zusätzlich noch hinter Schatten spendenden Vorbauten und Läden. In kalten Regionen legten die Hausbewohner ihre Wohnräume ins Innere des Hauses, wohin sie sich bei Frost zurückzogen. Während man in Indien luftige Räume durch geschickt aufgehängte Stofftücher neu schuf und wieder verschwinden ließ. In arabischen Wohnungen wurden häufig Blautöne verwendet, denn Blau wirkt kühl. Am Eingang zu traditionellen japanischen Häusern brachte der schwüle Sommerwind gelegentlich eine schrill tönende Glocke zum Klingen und weckte Assoziationen an klirrende Kälte.

Doch erst langsam tastete sich der menschliche Geist so weit vor, dass er die strahlenden Effekte des Sterns auf Wohnklima und Baustrukturen zu verstehen und damit technisch zu planen begann. Schon der griechische Philosoph Sokrates schlug vor, die Südseite der Gebäude jeweils so zu bauen, dass ein hoch angelegtes Dach die Wintersonne tief ins Haus eindringen lässt. Zu seiner Zeit war die dem warmen Klima optimal angepasste Atriumbauweise im Mittelmeergebiet bereits weit verbreitet, die die heiße Sonneneinstrahlung auf den Innenhof begrenzt. In seinem sechsten Buch über die Architektur schrieb der römische Ingenieur Vitruvius, dass Häuser im Norden gut geschützt und überdacht der Sonne voll zugewandt, aber in südlicher Hitze offen gestaltet und nach nördlicher oder nordöstlicher Richtung orientiert sein sollten.

Die Kolonisatoren bauten wohltemperierte Quartiere. Den Vorteil einer solchen Ausrichtung hatte zum Beispiel das alte Amerika längst für ganze Städte genutzt: Nach Süden blickt die Ruinenstadt Teotihuacan mit ihren grandiosen Pyramidentempeln ebenso wie die ein Jahrtausend später angelegte halbkreisförmige Indianersiedlung Pueblo Bonito in New Mexico oder der sogenannte Klippenpalast in Mesa Verde, Colorado. Als die spanischen Kolonisatoren in Amerika neue Siedlungen planten, wurden die architektonischen Fäden am spanischen Hof gezogen: Man wählte klimatische Vergleichszonen auf der Iberischen Halbinsel und legte die neuen Städte nach alten Erfahrungen an. So kam es, dass die 3500 Meter hoch gelegene peruanische Stadt Cuzco auf den Ruinen der eroberten Inka-Hauptstadt niedrige Häuser und breite Straßen erhielt, die von der Andensonne wirksam durchflutet werden können - während in einer tropischen Hafenstadt wie San Juan in Puerto Rico hohe Häuser und enge Gassen Schatten, luftige Brisen und damit Schutz vor der Karibik-Hitze spendeten. Das wohltemperierte Quartier: Material- und Energieflüsse hielt man möglichst gering, denn Energie war knapp, und man musste hart dafür arbeiten.

Über die Jahrhunderte hinweg veränderte sich die traditionelle solare Architektur: Energiekrisen, Energieschwemmen, die aus Sklaven- und Fronarbeit oder Erdölüberfluss entstanden, Experimente mit moderneren Baumaterialien, die Industrialisierung mit ihren Folgen wie Landflucht, Armut, Übervölkerung.

Traditionelle Bauweisen blieben mancherorts erhalten, aber in den schnell wachsenden Städten war oft nicht genug Platz für Sonnenstrategien. So ließen materielle Not oder technische Überheblichkeit das uralte Bündnis mit der Sonne vergessen.

Auch mit theoretischem Überbau: Einige Architekturrebellen des Bauhauses forderten in den zwanziger Jahren mit einer neuen Formensprache½ letztlich die Befreiung vom Diktat der Sonne. Ihre Arbeit manifestierte sich in den klaren Linien von Beton und schlichtem Glas, die schließlich als nüchterne Zweckbauten unterschiedslos die ganze Welt von Alaska bis Arabien, von Miami bis Moskau überzogen. Die Reaktion auf verschiedene Klimazonen zeigte sich nur noch darin, dass im einen Falle Heizungen, im anderen Klimaanlagen eingebaut wurden.

Diese Uniformität tauschte nur eine Abhängigkeit gegen eine andere ein - eine pozenziell viel gefährlichere. Nun hing alles an Kohle und Öl. Die billige fossile Energie hat ungeahnte Mobilität und Kreativität stimuliert, sie hat Bauten und Städte grundlegend verändert. Doch zugleich hat sie begonnen, einen unseligen, immer dichteren Schleier von Kohlendioxid über die Erde zu legen.

Früh suchten moderne Solarpioniere die technologische Herausforderung, wie man den gestiegenen Energiebedarf in Gebäuden mit Energie von der Sonne decken könnte. Bereits 1939 wurde am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ein Solarhaus mit dem ersten typischen Flachglaskollektor getestet. Ab 1956 entstanden in den französischen Pyrenäen Solarhäuser mit Glasfassaden vor wärmeabsorbierenden Mauern. Zwischen 1953 und 1955 wurde der fotovoltaische Effekt als Nebenprodukt der Silizium-Halbleitertechnologie von einem auf elf Prozent optimiert. Die stromerzeugende Solarzelle war geboren - wenn auch als sehr teures Bauelement.

Noch die letzte Solarhäusergeneration war dem Vorwurf ausgesetzt, die Technik sei nicht nur teuer, sie sehe auch plump aus. Das stimmte, solange auf die Dächer oder Fassaden konventioneller Häuser Solartechnologie einfach aufgepflanzt wurde. Doch längst haben Architekten gelernt, ein Minimum an aktiven Heizungs- und Kühlungssystemen mit einem Maximum sogenannter passiver Solarenergienutzung zu verbinden. Dabei werden Grundriss, Form und Wahl der Baumaterialien bei jedem Gebäude anders und durch die lokalen Eigenheiten bestimmt: je nach Licht- und Schattenseiten, Schutz oder Exponiertheit in der Landschaft, Sonnenscheindauer und Einfallswinkel der Strahlen, Windstärke und -richtung und wie das Gebäude zu den verschiedenen Tageszeiten genutzt wird.

So reduziert sich der Energieverbrauch auf ein Minimum. Ausgeklügelte Tageslichtsysteme helfen darüber hinaus, auch noch bei der Beleuchtung zu sparen, sodass die Fotovoltaik nur noch für den Rest aufkommen muss.

Zur passiven Sonnenenergienutzung gehören auch Wintergärten. Dass Glas die Sonne durchlässt, aber die Wärme gefangen hält, wurde schon im klassischen Rom ausgenutzt und in den Glaspalästen½ der zwanziger Jahre. Mittlerweile haben sich solche Vorbauten durch verbesserte Isolierglastechnik zu kleinen Sonnenkraftwerken und Klimaanlagen entwickelt. Die transparente Wärmedämmung½ bei Hauswänden arbeitet nach einem Prinzip, wie es auch arktische Tiere und Pflanzen anwenden: Der Polarbär zum Beispiel lässt durch sein lichthelles Fell Sonnenstrahlen direkt auf seine schwarze Haut fallen, die dann die Wärme speichert. Ein Prinzip, das auch das sogenannte Nullenergiehaus des Freiburger Fraunhofer-Institut nutzte. Und das drehbare Heliotrop-Solarhaus des Architekten Rolf Disch folgt derselben einfachen Logik wie der arktische Mohn: Der führt seinen parabolspiegelartigen Kelch ständig der nie untergehenden Polarsonne nach, um den bestäubenden Insekten ein Wärmebad zu bieten. Ein drehbares Haus wie die Blüte des arktischen Mohns.

Die passive Sonnenenergienutzung gibt dem Architekten für seine ästhetischen Überlegungen einen vorbestimmten Rahmen vor. Doch er fühle sich keineswegs eingegrenzt, meint etwa der Münchner Solarpionier Thomas Herzog, nach wie vor bleibe ein fantastischer Nährboden für Kreativität½. Er selbst hat mit eleganten Wohnhäusern, Schulen oder der lichtdurchfluteten Linzer Messehalle bewiesen, dass auch Solargebäude schöne Gebilde½ sein können. Traditionelle Bauten haben das längst gezeigt. Weltweit nehmen die Beispiele regional angepasster Solargebäude zu, von der Oper in Cardiff über die Linzer Messe bis zu attraktiven Wohnsiedlungen. Eine Wiederbegegnung mit der Natur - allerdings auf hohem technischen Niveau.

In Zukunft werden sich Fassaden, ähnlich den Häuten und Fellen lebender Organismen, selber steuern und intelligent auf Wetter und Licht reagieren. Fotovoltaikelemente, die Strom ins Haus und ins öffentliche Netz liefern, werden unauffällig oder kunstvoll integriert. Die Naturgesetze werden es langfristig erlauben, die Energieausbeuten der jetzt käuflichen Solarzellen von rund zehn Prozent aufs Dreifache zu erhöhen. Effiziente Wärmespeicher wie Silika-Gel werden die überschüssige Sonnenwärme des Sommers für den Winter speichern. Sodass Häuser am Ende nicht nur Energie konsumieren, sondern sogar produzieren werden.

Der Autor ist Leiter der Abteilung Solare Energetik am Berliner Hahn-Meitner-Institut.

Quelle: Zeit Online

LowEx Gebäudekonzept ETH Zürich

An der ETH wird in einem Forschungsverbund verschiedener Professuren am Beispiel des ETH Campus Hönggerberg und einzelner Gebäude vor allem das Potenzial der Erdwärme und Technologien der Niedertemperaturverwertung untersucht. Dieses Feld wird dort als Alternative zur traditionellen Wärmedämmung verfolgt. Wir stellen hier einiges Materail von der Homepage der Professur für Gebäudetechnik von Prof. Leibundgut zusammen.[2]

Was ist das Ziel von Low Ex? Nach den Schritten von "Zero Emission Low Ex" sind dies: 01 New Route Discovery 02 Solar Excess 03 Soil for Seasonal Heat Storage 04 Heat Pump Performance 05 Floor Registers and Decentralized Supply Air as Heat Harvesting Machines 06 Hybrid Photovoltaic as the Third Harvesting Machine 07 LowEx-Hot Water System 08 Hydraulic Bus 09 LowEx Low Temperature-lift Heat Pump 10 Measured Results 11 Actuators, Sensors, Composition 12 Building Envelope 13 Thermal Bridges 14 Exhaust Ventilation 15 Supply Air 16 Exhaust Air Heat Recovery 17 Zero Emission Lighting 18 Power Distribution in Buildings 19 Local and Remote Exergy Production 20 Locations for Exergy Production and Exergy Transportation 21 Exergy Storage

Experimentalbauten

Solar Decathlon

Der Solar Decathlon (englisch „Solarer Zehnkampf“) ist ein architektonischer sowie energietechnischer Wettbewerb, der vom US-Ministerium für Energie ausgelobt wird, mit dem Ziel ein energieautarkes Gebäude für das Wohnen im Jahre 2015 zu entwerfen. Die Häuser dürfen ihren Energiebedarf nur über selbst produzierten Solarstrom decken. Teilnahmeberechtigt sind zwanzig in einem Vorentscheid ausgewählte Universitäten aus aller Welt. Den Studententeams stehen für die Planung und Umsetzung des Bauprojektes zwei Jahre zur Verfügung. Hier müssen architektonische und energietechnische Aspekte in der Planung in Einklang gebracht werden, darüber hinaus spielen die Organisation und Finanzierung des Projektes eine wesentliche Rolle. Der Wettbewerb endet mit einer zweiwöchigen, öffentlichen Endausscheidung aller Teams auf der National Mall in Washington D.C. Hier treten die Colleges und Universitäten mit ihren solarbetriebenen Wohnhäusern gegeneinander an und werden in zehn Disziplinen bewertet.

Sieger Solar Decathlon 2009

  1. Platz: Technische Universität Darmstadt
  2. Platz: University of Illinois
  3. Platz: Team California [1]

Links Solar Decathlon

Sieger des Solardecathlon war die Uni Darmstadt. Die folgenden Bilder zeigen den Siegerentwurf auf der Mall in Washigton. Quelle der Bilder: [[3]] Bei Wikipedia: [[4]]

Solar Decathlon Europe 2010 in Madrid

"Der Solar Decathlon Europe wurde erstmalig in Europa vom Bauministerium der spanischen Regierung und der Universität für Technik in Madrid initiiert und ausgelobt. Der Wettbewerb ist der Ableger eines US amerikanischen Wettbewerbes im Bereich regenerativer Energien.

Nach zehn Tagen Aufbau bei ungewöhnlich starkem Regen hatten die 17 Hochschulteams aus aller Welt in zehn Wettbewerbstagen viele Einzelwertungen und umfangreiche messtechnische Evaluierungen zu bewältigen. Der Wettbewerb begann am 18. Juni 2010 und am Sonntag, den 27. Juni 2010 fiel die Entscheidung. Jetzt stehen die Gewinner im „internationalen Gebäude-Zehnkampf“ fest:"

  1. Platz: Hochschulteam Virginia (USA)
  2. Platz: Hochschulteam Rosenheim
  3. Platz: Hochschulteam Stuttgart

Quelle: EnOB Solar Decathlon

Den 2.Platz des Solardecathlon Europe 2010 hat die Hochschule Rosenheim belegt. Die folgenden Bilder zeigen den Entwurf in Madrid. Quelle der Bilder: Team Ikaros Bavaria

Solarsiedlungen Quelle: Energie Agentur.NRW

Maßnahmenbewertung bei Niedrig-Energiehäusern

Was bringen die verschiedenen Parameter für die Energieeinsparung? Die Untersuchung von 4 Energieffizienzhäusern kommt zu interessanten Ergebnissen

1 Liter Solarhaus, Fraunhofer ISE

Effizienzhaus - Energieeffizienz und gute Architektur

Deutschlands größter Wettbewerb für zukunftsfähiges Wohnen ist entschieden. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee und der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) Stephan Kohler haben in Berlin gemeinsam mit den Partnern des Wettbewerbs „Effizienzhaus – Energieeffizienz und gute Architektur“ die Sieger prämiert. Knapp 600 Eigentümer und Architekten hatten sich mit sanierten und neuen Wohngebäuden um insgesamt 120.000 Euro Preisgeld beworben. Ausgezeichnet wurden Wohngebäude, die einen geringen Energieverbrauch mit guter Architektur am besten in Einklang gebracht haben.


Beispiele
Energetische + gestalterische Altbauerneuerung - Beispiele

Energetische Erneuerung des Altbaubestandes

Kostenpotenzialkurve Gebäude 2020

Kosten-/Nutzen-Analyse der Einführung marktorientierter Instrumente zur Realisierung von Endenergieeinsparungen in Deutschland Endbericht an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)- Sehr wichtige Vergleichsdaten für die energetische Sanierung.* [[5]]

Beispiele

Freiburg, Hochhaus Sanierung "Bugginger Straße 50"

Bautechnische Aspekte der energetischen Altbausanierung

Sanierungsplanung

Heizung und Kühlung

Mikro-Blockheizkraftwerk

Brennstoffzellen

Wärmespeicher - Latentspeicher - PCM

Bild zum Artikel Wärme auf Rädern (Quelle:www.energy20.net)

Solarelemente - Technologien

Heizzentrale Neubaugebiet Badener Hof, Heilbronn-BINE - zum Artikel Langzeiterfahtungen...

Geothermie

Fassaden

Materialien

Dämmung

Vakuumdämmung, Vakuumfensterglas

Gebäudeautomation, Gebäudeintelligenz

Gebäudetechnik - Vorträge ISH 2011 (Weltleitmesse Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik Erneuerbare Energien)

Quelle: Homepage http://bdh-koeln.de/presse/vortraege.html

Energetische Erneuerung von Schulen

4. Symposium »Wege zur Plusenergieschule«

15. und 16. Juni 2011

Das vierte EnEff-Schule-Symposium mit dem Thema »Wege zur Plusenergieschule« als Schwerpunkt der Veranstaltung fand in der neu erstellten Plusenergieschule in Hohen Neuendorf bei Berlin statt. Daneben wurden weitere aktuelle Schulprojekte präsentiert, so auch zwei derzeit in der Sanierung befindliche Plusenergieschulen. Ein weiteres Thema war das neu entwickelte Erfolgscontracting-Modell, wie es an der 3-Liter-Haus-Schule in Marktoberdorf entwickelt und erprobt wurde.

Die Verbesserung der energetischen Qualität von Schulgebäuden ist eine vor­dringliche Aufgabe für die öffentliche Hand, für Schulträger und Planer. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert im Rahmen des EnOB-Forschungsakzents »Energieeffiziente Schule« wegweisende Leuchtturmprojekte sowohl im Bestand als auch im Neubaubereich.

Moderation der Veranstaltung: Hans Erhorn, Fraunhofer IBP, Stuttgart

Quelle: EnEff:Schule - Energieeffiziente Schulen


Vorträge 4.Symposium »Wege zur Plusenergieschule«

Quellen

  1. Wikipedia