Region Aachen

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Der Raum der Stadt Aachen und der Städteregion Aachen (Gebiet des früheren Kreises Aachen) ist uns zentraler Bezugsraum, was die Konzeption für eine CO2-arme Zukunft und die Entwicklung von Zielen und Konzepten betrifft. Die Grundlagen, Besipiele, Vorgaben und Maßstäbe kommen in der Regel jedoch nicht aus der Region selbst, sondern aus dem gesamten Orientierungsraum (Deutschland, Europa und darüber hinaus).

Auf dieser Seite werden alle Informationen gebündelt, die sich konkret auf den Aachener Raum beziehen, sowohl was analytische, konzeptionelle als auch Maßnahmenelemente betrifft.

Informations- und Orientierungsportale

RWTH Aachen

Projekte

Elektro-Mobilität: RWTH-Wissenschaftler entwickeln bezahlbares und zuverlässiges Gesamtsystem

"Will man Elektrofahrzeugen zum Durchbruch verhelfen, reicht es nicht aus, einzelne Komponenten zu entwickeln. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, zuverlässige und bezahlbare Gesamtsysteme zu entwickeln." Professor Rik W. De Doncker, Direktor des E.ON Energy Research Centers (E.ON ERC) und des Instituts für Stromrichtertechnik und elektrische Antriebe (ISEA) zeigte sich auf dem Kolloquium Elektromobilität davon überzeugt, dass elektrisch angetriebene Fahrzeuge eine große Zukunft haben. Hochrangige Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft trafen sich am 15. Januar zu diesem Kolloquium im SuperC der RWTH, um zu hören und zu diskutieren, was Antriebs- und Batterieentwickler, Wirtschaftswissenschaftler, Netzexperten und die Energiewirtschaft beim Thema Elektromobilität zu bieten haben und welche Möglichkeiten gesehen werden, die breite Markteinführung dieser umweltschonenden automobilen Antriebstechnik zu forcieren.

Konzepte für moderne Elektrofahrzeuge standen im Fokus des Einführungsreferats von Professor De Doncker. Die meisten der für die Elektromobilität notwendigen Komponenten wie Umrichter, Ladegeräte und auch leistungsstarke Batterien werden, so der Ingenieurwissenschaftler, seit Jahren erfolgreich eingesetzt und stetig weiterentwickelt. Nun gehe es vor allem darum, sich stärker als bisher auf den Systemgedanken zu konzentrieren. Dazu gehöre ganz sicher die enge Verzahnung der weiteren Entwicklungsarbeit mit den Erkenntnissen anderer Fachgebiete aus der Elektrotechnik und weit darüber hinaus, aber auch mit den Unternehmen der Automobil- und Energiewirtschaft. Deutlich wurde im Verlauf des Vortrags auch, dass De Doncker und seine Mitarbeiter am Institut für Stromrichtertechnik und elektrische Antriebe (ISEA) schon seit vielen Jahren praktische Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen sammeln. Zurzeit gehören zwei Elektroautos und zwei E-Roller zum Fahrzeugpark des Hochschulinstituts. In der aktuellen Forschung ist das ISEA an namhaften Verbundprojekten, unter anderem am BMBF-Projekt ePerformance, am BMWi-Projekt Europahybrid und am RWTH-Projekt StreetScooter in zentraler Rolle beteiligt. Darüber hinaus erarbeitet das Institut in enger Kooperation mit dem Institute for Future Energy Needs an Behavior (Professor Reinhard Madlener) des E.ON ERC Geschäftsmodelle für den Bereich Elektromobilität". Pressemitteilung RWTH 01/2010

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Elektro-Mobilität

Campusbahn Aachen

"Der Rat der Stadt Aachen hat sich in seiner Sitzung am 19. Dezember mit großer + Mehrheit grundsätzlich für den Bau der Campusbahn ausgesprochen. 65 Ratsmitglieder stimmten dafür, 8 dagegen. Gleichzeitig beschloss der Rat einstimmig, die Bürgerinnen und Bürger an der Entscheidung zur Einführung einer modernen Stadtbahn zu beteiligen. Im Rahmen eines sogenannten „Ratsbürgerentscheids“ werden sie zur Frage „Sind Sie für den Bau der Campusbahn?“ an die Wahlurnen gerufen. Bis spätestens 17. März wird diese Abstimmung durchgeführt werden, bei der alle mit Hauptwohnsitz in Aachen gemeldeten Einwohner über 16 Jahre teilnehmen können".(Quelle: Stadtportal Aachen) [Campusbahn]

Der Bürgerentscheid wurde am 10.03.2013 durchgeführt. Zwei Drittel der Aachener Bürger, welche sich an dem Entscheid beteiligt haben, stimmten gegen das ambitionierte Vorhaben, bei einer Wahlbeteiligung von 43,03 Prozent.

Meinungen zum Bürgerentscheid:

Stadtflitzer

Lehrstuhl für Produktionsmanagement RWTH Aachen: Stadtflitzer soll nur 5000 Euro kosten. Das Elektro-Volksauto kommt aus Aachen. Das Aachener Unternehmen Streetscooter will ein kleines Elektroauto für 5000 Euro anbieten. Die Batterie muss der Kunde für eine monatliche Gebühr dazu mieten.

Stadtwerke-Kompetenzzentrum Elektromobilität in Gründung

Stadtwerke erschließen kundennah elektrische Mobilität

Aachen. 27.01.2010 Das Stadtwerke-Netzwerk Trianel, das seit vergangenem Jahr gemeinsam mit 29 Projektpartnern im Bereich Elektromobilität aktiv ist, gründet in Aachen das Kompetenzzentrum Elektromobilität. Im Versorgungsgebiet der Projektpartner leben rund 3,5 Millionen Menschen. Mittelfristig wollen die beteiligten Stadtwerke für ihre Kunden die Strukturen bereitstellen, um elektrisch mobil zu sein. Im Trianel-Netzwerk ergeben sich dabei nicht nur Vorteile im Wissenstransfer, sondern auch durch Mengenvorteile bei der Beschaffung von Infrastruktur und Fahrzeugen.

Nach den Planungen der Bundesregierung sollen im Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Bezogen auf die Projektpartner sind dies rund 45.000 Elektro-Autos.

„Hier kann unser Netzwerk Mehrwert für die Partner generieren, der sich in barer Münze für die Stadtwerke und ihren Kunden auszahlt“, erläutert Sven Becker, Sprecher der Trianel Geschäftsführung, die gemeinsame Initiative. Dabei setzt das Kompetenzzentrum nicht nur auf elektrisch angetriebene Autos, so Becker „auch Elektro-Fahrräder sind ein Bereich, der schon heute dazu beiträgt, elektrische Mobilität im Markt populär zu machen.“

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Geplant

CO2 neutrale Städteregion Aachen

Umsetzung

City2020+ Engeneering Life Quality for the Future - The City under Global Demographic and Climate Challenges: An interdisciplinary assessment of impacts, needs, and strategies

Städteregion Aachen

Integriertes Klimaschutzkonzept Kreis Aachen

Beschluß zu einem integrierten Klimaschutzkonzept durch den Umweltausschuß im November 2009 Aufbau des integrierten Klimaschutzkonzeptes in 6 Teilen:

A. Erstellung einer städteregionsweiten CO2-Bilanz

B. Sektorspezifische Ermittlung von CO2-Minderungspotentialen

C. Prozess für eine partizipative Maßnahmenentwicklung unter Einbindung relevanter lokaler und regionaler Akteure

D. Erstellung eines Maßnahmenprogramms mit Bewertung der Maßnahmen (Kosten, Effekte, Umsetzungsschritte) und Prioritäten

E. Konzept für Fortschreibung und Erfolgsbilanzierung

F. Umsetzungskonzept mit Netzwerkbildung und Öffentlichkeitsarbeit

Die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes beinhaltet als grundlegende Bausteine die Erstellung einer städteregionsweiten CO2-Bilanz mit einer anschließenden Abschätzung der auf StädteRegionsebene vorhandenen Energieeinsparpotenziale.

Integriertes Klimaschutzkonzept für die StädteRegion Aachen Abschlussbericht. Januar 2011

Stadt Aachen

PV Anlagen in Aachen
Anzahl und Leistung PV Anlagen in Aachen
  • Die Stadt Aachen beschäftigt sich als Kur- und Badestadt und ihrer klimatisch ungünstigen Talkessellage seit vielen Jahren mit den Handlungsmöglichkeiten zur Senkung der Emissionen von Luftschadstoffen und insbesondere von Kohlendioxid. So ist die Stadt Aachen 1992 dem Klima-Bündnis europäischer Städte beigetreten und verpflichtet sich seit dem den Reduktionszielen des Bündnisses (alle 5 Jahre 10% CO2 einzusparen (Bezugsjahr 1990 bis 2030). Darüber hinaus verfolgt die Stadt Aachen für die städtischen Schulen und Kindergärten das ambitionierte Klimaschutzziel von 40% CO2-Einsparung bis zum Jahr 2020 (Bezugsjahr 1990).
  • Bereits 1993 hat die Stadt Aachen ein umfassendes Energiekonzept erstellt, um durch ein Bündel von aufeinander abgestimmten Maßnahmen die Schadstoffbelastungen zu reduzieren. Neugestaltung und Ausbau der Fernwärmeversorgung, den Umstieg auf erneuerbare Energien und das Energiemanagement städtischer Gebäude waren damals schon Themenschwerpunkte. Das Aachener Modell zur kostengerechten Vergütung von durch Erneuerbare erzeugtem Strom war der Vorreiter für das Erneuerbare Energien Gesetz EEG.
  • Auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme des Aachener Energiemarktes im Jahr 1991 wurde ein Handlungskonzept zur Minderung der CO2-Emissionen erarbeitet, „Klimaschutzkonzept 2010“ und 1998 fertig gestellt. Dieses wurde 1999 um eine Studie zu verkehrsbedingten CO2-Emissionen ergänzt. Im Umweltqualitätsziel der Stadt Aachen wurden für das Handlungsfeld Energie/Klima/Luft differenzierte Ziele entwickelt, die z.B. die Förderung der energetischen Sanierung des Gebäudebestands beinhalteten.
  • Im Jahr 2006 hat die Stadt Aachen gemeinsam mit ihren Stadtwerken das erste kommunale Energieeffizienzkonzept in Deutschland erarbeitet. Dieses Klimaschutzkonzept berücksichtigt die Förderung der EU-Endenergieeffizienzrichtlinie nach einer 1%igen mittleren jährlichen Energieeinsparung, indem ein Handlungskonzept für die folgenden 5 Jahre entwickelt wurde. Eine CO2-Bilanzierung wird derzeit erstellt, hierzu wird das vom Klimabündnis der europäischen Städte entwickelte Tool angewandt, das einen interkommunalen Vergleich zulässt.
  • Die Stadt Aachen beteiligt sich außerdem am European Energy Award und strebt dort die Zertifizierung im Herbst 2010 an.
  • Die Stadt Aachen ist Mitglied in der Klimaschutzinitiative der EU-Kommission „Covenant of Mayors – Konvent der Bürgermeister“ europäischer Städte.
  • In diesem Zusammenhang wird im kommenden Jahr ein Handlungsprogramm Klimaschutz erarbeitet, das an die Maßnahmenplanungen des Klimaschutzkonzeptes 2010 sowie des Energieeffizienzkonzeptes anknüpft, diese weiterentwickelt und auch neue Planungen aufgreift. (Quelle: Mail G. Nacken vom 18.12.2009)


Energie- und CO2 Bilanz 1990-2010
CO2 Bilanz Aachen
Entwicklung Erneuerbare Energien Aaachen bis 2009

"Endenergiebilanz und Primärenergiebilanz (LCA) Die Endenergiebilanz umfasst den Energiebedarf innerhalb des Bilanzierungsraums Stadt Aachen (Stadtgrenze). Es war ein Anstieg des Endenergieverbrauchs (ohne Verkehr) von 4676 GWh auf 5066 GWh (2010) zu verzeichnen (+390 GWh; +8,3%). Die kalte Witterung im Jahr 2010 hatte sich somit deutlich auf den Wärmebedarf der Stadt ausgewirkt. Der Erdgasverbrauch stieg gegenüber 2009 um 14,4% an, der Fernwärmebedarf ist um 12% ebenfalls gestiegen. Der Stromverbrauch stieg um 2%, was zum Teil auch auf die kalte Witterung zurückzuführen ist (Heizstrom). Nach der Witterungskorrektur (für Erdgas und Fernwärme) ergibt sich ein leichter Rückgang der Energiebilanz um -0,4% gegenüber 2009. Die Primärenergiebilanz (LCA) ohne Witterungskorrektur zeigt einen Anstieg von 9.528 GWh auf 10.029 GWh (+501GWh, +5,3%) in 2010, witterungskorrigiert stieg die Bilanzsumme aber nur von 9.707GWh auf 9.716 GWh (+0,1%). Insgesamt ist der erhöhte Energiebedarf der Stadt größtenteils auf die kalte Witterung zurückzuführen, in geringerem Maße auch auf die Entwicklung der Einwohner- und Beschäftigtenzahl (konjunkturbedingt) sowie auf die gestiegene Zahl an Kraftfahrzeugen zurückzuführen. (Tab. 1) 3 CO2-Emissionen Die aus der Primärenergiebilanz resultierenden Emissionen stiegen gegenüber dem Vorjahr von 2,072 Mio.t auf 2,158 Mio.t (+4,1%). (Abb.1) Die Witterungskorrektur relativiert auch diese absoluten Werte. So stieg der Primärenergieverbrauch witterungsbereinigt um 0,1%, die daraus resultierenden Emissionen sanken witterungsbereinigt geringfügig von 2,100 Mio.t auf 2,089 Mio.t. (Abb.2) Insgesamt befindet sich Aachen noch auf dem eingeschlagenen Absenkungspfad der letzten Jahre, wenn auch eine leichte Abbremsung sichtbar ist. Der Endenergieverbrauch lag witterungsbereinigt um 10% unter dem Verbrauch von 1990, der CO2-Ausstoß witterungsbereinigt sogar 17,9% unter dem Wert von 1990. Die Emissionen pro Einwohner lagen im Jahr 2010 bei 8,5 t CO2 (gegenüber 10 t CO2 in 1990)." Quelle: Homepage Stadt Aachen


Energieeffizienzkonzept


Projekt: Energieeffiziente Stadt

Die Stadt bereitet für das Förderfeld "Energieeffiziente Stadt" des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung einen Antrag vor, der mit 190.000€ gefördert wird. "Unter dem Titel “Historische Stadt Aachen E³ - Energieeinsparung * Energieeffizienz * Erneuerbare Energien“ sollen planungsmethodische Ansätze mit integralen Energiekonzepten exemplarischer historischer Gebäude verbunden werden. Als Gestaltungs- und Steuerungsinstrumente sind die Ermittlung und Erprobung einer Gebäudetypologie mit passenden Sanierungsmaßnahmen, eines Energieeffizienzfaktors für historische Gebäude und ein Instrument zur Nutzenbetrachtung von Energieeffizienzmaßnahmen im gesamtstädtischen Kontext geplant. Die Gebäudetypologie und die dafür entwickelte Sanierungsmatrix geben wertvolle Unterstützung und Hilfestellung für Investitionsentscheidungen, insbesondere auch für private Bauherren". Weitere Informationen in den folgenden Dokumenten:

Dokumente:
Trassenführung Stadtbahn Campus Melaten


Umweltschutz


Windenergiekonzept

Windpark Aachen-Vetschau
Windkraftanlagen in Aachen

Die Stadt Aachen verfolgt seit vielen Jahren eine ambitionierte Klimaschutzpolitik, in der u.a. der Anteil der regenerativen Energiequellen im Stadtgebiet erhöht werden soll. Als Teil dieser Gesamtstrategie wird auch das Standortpotenzial für Windenergieanlagen im Stadtgebiet einer eingehenden Prüfung unterzogen, wobei eine deutliche Ausweitung der bisher für die Windenergienutzung bereitgestellten Fläche als politisches Ziel der Stadt Aachen von der weitaus überwiegenden Mehrheit des Rates der Stadt verfolgt wird. Der Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Aachen stellt bisher im Bereich Vetschau / Butterweiden im Norden des Stadtgebietes eine Konzentrationsfläche für Windenergieanlagen dar, die bereits vollständig in Anspruch genommen ist. Dadurch ist die Genehmigung von Windenergieanlagen an anderer Stelle ausgeschlossen. Als Voraussetzung für die weitergehende Nutzung des windenergetischen Potenzials der Stadt Aachen sollen weitere Konzentrationsflächen im FNP dargestellt werden. Bislang wurden im Flächennutzungsplanverfahren 4 Teilflächen für die weitere Darstellung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen vorgeschlagen. Nach erfolgter frühzeitiger Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden sowie mit Erstellung der avifaunistischen Gutachten und dem Gutachten zum Landschaftsbild konnte die Eignung der Flächen weiter konkretisiert werden. Der Rat der Stadt Aachen hat in seiner Sitzung am 21.11.2012 den Flächennutzungsplan geändert, um den Betrieb von Windkraftanlagen auf Aachener Stadtgebiet zu ermöglichen. Bevor die ersten Windkraftanlagen gebaut werden können, muss nun noch die Bezirksregierung der beschlossenen Änderung des Flächennutzungsplanes zustimmen. Dies wird spätestens für Februar 2013 erwartet.


Solarenergiekonzept

Bedienungsfeld Solarkataster Aachen - Überblick
Bedienungsfeld Solarkataster Aachen - Dachdaten
Lageplan Solarsiedlung Aachen-Laurensberg

In der kommunalen Energie- und Klimaschutzpolitik bildet die Nutzung der Sonnenenergie einen Schwerpunkt . Bereits Mitte der 90er Jahre beschloss der Stadtrat das Aachener Modell für eine kostengerechte Vergütung Solarstrom (jetzt EEG). Denn entgegen der landläufigen Meinung vom „Regenloch Aachen“ ist die Nutzung von Solarenergie in Aachen sinnvoll, da die solare Einstrahlung auf ebene Flächen in Aachen mit 1028 kWh/qm vergleichbar mit dem Potenzial von Hamburg oder Nürnberg ist. So speisten 2010 in Aachen 712 PV-Anlagen eine Leistung von 4,98 Mio KWh Strom in das Netz der Stadtwerke ein.

Im September 2011 stellte die Stadt Aachen das Solarkataster ins Netz, ein kostenloser Service mit dessen Hilfe Hauseigentümer auf einen Blick erkennen können, welche ihrer Dachflächen für Solarenergie geeignet ist. Im Solarkataster sind die Dachflächen in verschiedenen Farben dargestellt, welche für die unterschiedlichen Eignungsstufen stehen. Wenn die Flächen vom System als bedingt, als gut oder als sehr gut geeignet qualifiziert werden, ist ein finanziell lohnender Betrieb einer Solaranlage wahrscheinlich. Mit der Suchfunktion kann das eigene Haus gesucht und Daten zum solaren Potenzial erhalten werden, wie die nutzbare Fläche und die darauf einstrahlende Sonnenenergie. Auch eine Einschätzung, wie groß eine Anlage ausgelegt und welcher Ertrag an Strom oder Wärme erzielt werden kann, wird angeboten, wobei Potenziale aus Fassaden- und Freiflächen nicht berücksichtigt werden. Die Daten sollen einer unverbindlichen Erstinformation dienen, da es sich hier um Modelldaten handelt und nicht um exakte Messdaten.


Im Zuge des Solarenergiekonzeptes der Stadt Aachen besteht seit dem Jahr 1996 im Zuge des Projekts "Sonne für Aachener Gebäude" für Bürger die Möglichkeit, eine städtische Dachfläche für die Installation einer Photovoltaikanlage zur Verfügung gestellt zu bekommen. Weitere Information sind unter folgendem Link zu finden.


Die Stadt Aachen reservierte im Rahmen des NRW-Modellprojekts "Ökologische Stadt der Zukunft" und der Entwicklung innovativer Lösungen und Ansätze für eine ökologische Stadtentwicklung ein Areal für solares Bauen in Aachen-Laurensberg. Hier entstand auf einer 2,5 ha großen Gesamtfläche eine Solarsiedlung mit Büro- und Wohngebäuden mit insgesamt 43 Wohneinheiten. Unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeitsaspekten des kostengünstigen und flächensparenden Bauens wurden die Grundstücke von der Stadt Familien mit Kindern zu günstigen Konditionen angeboten. Die Gebäude wurden zum großen Teil im Passivhausstandart realisiert, die übrigen Häuser weisen einen Energieverbrauch gemäß dem 3-Liter Haus auf.

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